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Die mit Florian Kessler und "Wenn ich eine Wolke wäre"

Shownotes

00:00:00 Begrüssung 00:11:09 Erste Sätze 00:11:38 Buchtipp Kristian: Wenn ich eine Wolke wäre von Volker Weidermann 00:22:57 Buchtipp Larissa: Unter Wasser ist es still von Julia Dibbern 00:27:09 Noch'n Gedicht 00:34:24 Graphic Novel Tipp: Lagerfeld 00:41:32 Gast Florian Kessler vom Hanser Verlag 01:07:57 Community 01:13:19 Verabschiedung

Das hier sind verkürzte Shownotes. Alle Infos ganz ausführlich findet ihr auf https://liesunddas.com Ihr könnt Euch alle Infos auch per Mail als Newsletter schicken lassen. Hier registrieren: https://steadyhq.com/de/liesunddas/newsletter/sign_up

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Transkript anzeigen

00:00:00: Sollte ich.

00:00:01: Wobei, ich hab's, glaub ich, noch nie so ganz vergessen, Nee, gell?

00:00:05: Siehst du?

00:00:06: Ich vergess manchmal, das Mikrofon vor meinen Mund zu ziehen, aber sonst ...

00:00:10: Ja ...

00:00:12: man unterhält sich gut und dann haben wir aber aufgenommen.

00:00:16: Ich stahl, ich mache auch.

00:00:19: Ja, ja, ich sehe, dass du aufnimmst.

00:00:22: dann ist ja gut.

00:00:22: Dann sind wir beide.

00:00:23: Dann müssten wir beide blöd sein, wenn es mal nicht so ist.

00:00:27: Dann ist ja gut.

00:00:28: Dann wärst du Mitschuld.

00:00:29: Ich nehme auch nie mehr parallel auf dem Rodecaster auf.

00:00:33: nie.

00:00:34: Das ist gut.

00:00:35: Dann hast du da immer noch eine Notaufnahme, falls das nicht klappt.

00:00:39: dann ist ja gut.

00:00:41: Und dann ist ja gut.

00:00:42: okay, ich drück Knöpfchen.

00:00:50: Zum ersten Mal im neuen Jahr.

00:00:52: Hey, willkommen!

00:00:54: Wuhu!

00:00:56: Ach, ist doch wurscht.

00:00:58: Ist doch wurscht.

00:00:59: Ja.

00:01:00: nicht ganz, nicht ganz.

00:01:01: Aber man kann immer noch hoffen, dass das Jahr besser wird.

00:01:05: Es fing ja ein bisschen komisch an.

00:01:07: Aber wir hoffen, dass es mit ganz vielen tollen Büchern anfängt.

00:01:10: Ich war dieses Jahr schon einen Buchgutschein einlösen, den ich von meinen lieben Kollegen zum Abschied bekommen hatte letztes Jahr.

00:01:19: Genau.

00:01:20: Ich wurde ja rausgeschmissen bei BR und dann haben die mir einen ganz lieben Buchgutschein geschenkt und dann habe ich mir gedacht, hey, den ...

00:01:27: Ich wollte damit nicht die armen Buchhändler vor Weihnachten nerven, als die sowieso so viel zu tun hatten.

00:01:33: Deswegen dachte ich mir, ich mach das einfach im Januar, wenn es dann bei denen ruhiger ist, und bin dann dahin zu Buch und Bohne, was ich auch einen super Namen finde.

00:01:40: Buch und Bohne.

00:01:42: Und hab da mein Dings eingelöst und hab sechs Bücher oder sieben Bücher oder sowas waren es dann.

00:01:47: Das war richtig toll.

00:01:48: Hab die nach Hause geschleppt wie so ein Eichhörnchen, das Sachen in seinen Kobel schleppt.

00:01:53: Ja, wie du immer dann auch wirklich an die anderen denkst, an die BuchhändlerInnen, weißt du, dann diese, ja im Januar da ist nicht so viel los, verstehst du, und guck mal.

00:02:02: lieben Josu, der letztes Mal so wahnsinnig gestresst war, wir ihn angerufen haben, weißt du noch?

00:02:05: Und dachte mir, Gott, die Armen, die haben jetzt echt richtig viel zu tun.

00:02:08: Und dann muss ich die nicht auch noch nerven.

00:02:11: Und ja.

00:02:12: man doch.

00:02:12: Man beschwert sich ja auch nicht, wenn man Schauspieler ist und das Theater ist voll.

00:02:16: Weißt du?

00:02:17: Dann beschwerst du dich doch auch nicht.

00:02:20: Und da macht es finanziell noch nicht mal einen Unterschied.

00:02:22: Nee, das stimmt.

00:02:23: Aber ich war noch nicht bei unserer lieben Buchhändlerin in der Autorenbuchhandlung in Schwabing.

00:02:27: Das hab ich auch noch vor.

00:02:28: Das mach ich jetzt auch noch im Januar.

00:02:29: Hoff ich.

00:02:31: Ja.

00:02:32: Ja, ganz genau.

00:02:33: Aber wie gesagt, das war ein Gutschein.

00:02:36: ja war der Gutschein ladengebunden oder kettegebunden?

00:02:41: Ach, der war ladengebunden.

00:02:42: Ja gut, dann konntest du dafür ja gar nichts.

00:02:46: Nein, dann ist ja alles gut.

00:02:47: Dann was war noch?

00:02:48: Es war der Buchclub.

00:02:49: Jetzt letzte Woche hatten wir Buchclub zum Buch Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber, diese Geschichte über einen Femizid.

00:02:58: Und unser Fazit war eigentlich Leseempfehlung.

00:03:02: Also wenn ihr das noch nicht gelesen habt, lest es.

00:03:04: Und vor allem fanden wir, also wir fanden manche Dinge

00:03:08: Darüber haben wir dann doch diskutiert.

00:03:10: Ich werde diese Folge, diesen Buchclub auch hier auf den Podcast-Feed stellen, wahrscheinlich nächste Woche.

00:03:16: Also nicht erschrecken, wenn da mal eine Spezialfolge kommt.

00:03:18: Wenn es euch nicht interessiert, einfach überspringen.

00:03:20: Aber vielleicht habt ihr ja Lust, das zu hören, was wir so über dieses Buch diskutiert haben.

00:03:24: Fand ich nämlich sehr interessant und vor allem fanden wir, ich glaube, das ist das Fazit, das übrig bleibt.

00:03:29: Wir fanden es sehr wichtig, dieses Thema Femizid einfach auf die Weise bekannter zu machen.

00:03:35: Und die Leute vielleicht auch bisschen dazu zu bekommen, ihrem Umfeld oder in weiteren Umfeld mal die Augen offen zu halten, ob da eine Frau sein könnte, die in ihrer Beziehung

00:03:45: bedroht wird oder häusliche Gewalt erlebt und so weiter.

00:03:48: Da gibt es ja manchmal Warnzeichen.

00:03:50: Also insofern sehr gut, dass das Thema einfach bekannter wird.

00:03:55: Und ...

00:03:57: die hab ich nicht gesehen.

00:03:58: Hast du die gesehen?

00:03:59: Michi Fri- ...

00:03:59: Seyri Frühling?

00:04:01: Okay.

00:04:02: eigentlich so eine Wohlfühlserie.

00:04:04: spielt in, ich glaube, der Ort, heißt Bayerisch Zell.

00:04:08: Kennste?

00:04:08: Genau, da spielt diese Serie.

00:04:11: Aber der Ort heißt Frühling in der Gemeinde Bayerisch Zell.

00:04:15: Den gibt es aber nicht.

00:04:16: Aber den Ort Bayerisch Zell gibt es ja.

00:04:18: Das ist der Ort, da wird gedreht mit Simone Tomalla.

00:04:22: Aso.

00:04:22: als Dorfpflegerin.

00:04:23: Die sitzt beim Pfarrer und kümmert sich um Familien, die Probleme haben.

00:04:29: Ich habe gestern Abend erst von der 13.

00:04:31: Staffel eine Folge gesehen.

00:04:33: Da ging es auch den Mann, der seine Frau schlägt.

00:04:37: jetzt macht er eine Therapie und gelobt Verbesserungen.

00:04:40: Und da ist die Frage, kann sie dem vertrauen?

00:04:44: Nur drei Therapiestunden verändern noch nicht deine Persönlichkeit, sagt der Adrian dann.

00:04:50: Das Thema taucht auch.

00:04:51: in Wohlfühlterien.

00:04:53: wie du von Wohlfühl Serie auf Femizid kommst, aber gut.

00:04:56: ja.

00:04:56: Ich glaube, in der Staffel ist es wohl so, dass die ganzen Wohlfühlthematiken etwas in den Hintergrund treten und es wird dann alles bisschen spannender, bisschen krimineller.

00:05:05: Ich hab noch nie was von der gehört, und du sagst 13.

00:05:07: Staffel.

00:05:08: Das gibt mir zu denken.

00:05:09: Aber ich bin auch nicht mehr so die ZDF-Guckerin.

00:05:12: Also, muss mich wieder anfixen mit Serien, so wie mit dem Bergdoktor.

00:05:15: Aber zu dem kommen wir gleich.

00:05:18: Der Bergdoktor.

00:05:20: Was ich noch zu dem Buchclub sagen wollte, ich hab unsere Buchclubseite, die ihr auf liesunddas.com finden könnt, bisschen aufgehübscht und habe dort auch die Fragen, die

00:05:28: jeweils in unseren Aufzeichnungen zu den Büchern gestellt wurden, PDFs reingestellt, weil ich mir dachte ...

00:05:33: Ich habe mir relativ viel Mühe gegeben, mir Fragen auszudenken für diese Buchclubs und vielleicht kommen Sie irgendwelchen Leuten da draußen zugute, die Ihre analogen Buchclubs

00:05:42: machen.

00:05:43: Und dann können die nämlich auch hin und wieder mal das als Spickzettel nehmen und gucken, ob sie sich davon ein paar Fragen einfach nehmen und das dann in Ihrem eigenen Buchclub

00:05:51: diskutieren.

00:05:52: So.

00:05:54: Dann kommen wir gleich zu Post.

00:05:56: Die Susanne hat uns geschrieben und sie hat uns ein Elfchen gedichtet.

00:06:00: Oh, sie hat uns ein Elfchen gedichtet.

00:06:05: Das ist ja eine besondere Gedichtform, muss man sagen.

00:06:07: Erste Zeile ein Thema, zweite Zeile das Thema noch mal etwas genauer in zwei Wörtern, dritte Zeile in drei Wörtern was.

00:06:18: Nein, nein.

00:06:20: des Autoren ist.

00:06:21: Nein, was passiert?

00:06:22: Dritte Zeile, etwas passiert, eine Handlung.

00:06:25: Vierte Zeile sozusagen, was die Autorin des Elfchens darüber denkt, was ihre Haltung ist.

00:06:31: Und fünfte Zeile noch mal in einem Wort, die Grundstimmung zusammenfassen.

00:06:35: Ja, genau.

00:06:35: Und das ist auch was, was in Grundschulen zum Beispiel ganz gerne gemacht wird als Übung und so weiter.

00:06:40: ja, ja.

00:06:43: Genau.

00:06:44: Die machen auch Elfchen.

00:06:47: Also, das Elfchen für uns von Susanne.

00:06:50: Danke für Nähe, für euer Sein, für die gemeinsame Hörzeit, Lesevergnügen.

00:07:00: Okay, aber ist kein Elfin im klassischen Sinne.

00:07:03: ich sag mal, aber die Bedingungen sind nicht ganz so erfüllt.

00:07:05: nicht das Thema ist, meinst Ja, doch, das ist das Thema.

00:07:09: Ja, und es ist auch 1, 2, 3, 4, 1, also das passt auch.

00:07:13: Also ich finde, ich lasse das gelten und bedanke mich bei Susanne für dieses schöne Elfchen.

00:07:17: Und damit die Überleitung zum Bergdoktor, denn du hast Hans Siegel getroffen für den Talk mit Tees.

00:07:24: Und da habt ihr auch über Gedichte gesprochen.

00:07:27: habt, du hast ihn ein Elfchen dichten lassen.

00:07:31: Live.

00:07:31: Genau.

00:07:33: Stimmt.

00:07:35: warte.

00:07:37: Ah, lustig.

00:07:39: gehört und dann habe ich von Susanne das Elfchen bekommen.

00:07:42: Ich mir, so ein Zufall.

00:07:43: Sehr, sehr lustig.

00:07:44: Manchmal sind es so Sachen, die sich dann so häufen.

00:07:48: Und das letzte, und dann kommen wir zu unseren Büchern.

00:07:50: Ich habe nämlich einen Artikel gelesen, da musste ich dir was davon erzählen.

00:07:53: Es gibt ein Buch von 1961, bei dem es etwa 190 Millionen Jahre dauern würde, es komplett lesen zu können.

00:08:03: Hast du davon was gehört?

00:08:05: Fand ich total cool.

00:08:06: Ein Experimentalbuch, wird das genannt?

00:08:10: Ja.

00:08:11: Nee, nein.

00:08:12: Ja, ich glaube schon.

00:08:14: Aber jetzt hör mal zu, es geht um ein Buch, das heißt 100.000 Milliarden de poèmes.

00:08:19: Also laut der deutschen Wikipedia-Beschreibung heißt es so.

00:08:23: Also wie viele ...

00:08:24: 100.000 Milliarden.

00:08:28: Oder 100.000 Milliarden?

00:08:30: 100.000 Milliarden.

00:08:32: ja, dann 100 000 Milliarden.

00:08:35: Wenn die Franzosen auch Milliard mit Milliarden haben.

00:08:38: Im Englischen ist es ja immer so vertragt, da ist ja eine Billion, eine Milliarde.

00:08:43: Und deswegen muss man sehen, aber die Franzosen haben es, glaube ich, wie wir vom Wortstamm.

00:08:48: aus dem Jahr 1961.

00:08:48: Und zwar ist es so, dass du, dass das kein Buch im normalen Sinne ist, dass du das von vorne bis hinten liest, sondern du kannst es kombinieren.

00:09:00: Also, der Autor hat zehn Gedichte, also eigentlich so nette sind das, mit jeweils 14 Versen verfasst und die sind so formuliert.

00:09:11: dass sich in allen zehn Gedichten dann wieder jeder dritte Vers auf jeden ersten Vers aus jedem anderen der zehn Gedichte reimt.

00:09:18: Also es ist so ein Hirnknoten heißt es ja auch in dem Artikel und ich finde das kommt ganz gut hin.

00:09:22: Das heißt die schreiben, stellt euch zehn Gedichte hintereinander vor und ihr schnippelt alle Verse mit der Schere auseinander und könnt sie bunt hin und her kombinieren und dann

00:09:32: passt es trotzdem noch und reimt sich.

00:09:35: Und durch diese Flexibilität beim Kombinieren all der Verse

00:09:39: Erreichst du 10 hoch 14 mögliche Mischungen.

00:09:43: Und das sind dann also diese titelgebenden 100.000 Milliarden Gedichte.

00:09:46: Und wenn man das dann ungefähr pro Minute eine Sonnett-Kombi liest, dann wären wir eben bei diesen 190...

00:09:55: Stell es mal vor, 190 Millionen Jahren.

00:09:59: Ja, interessant, oder?

00:10:01: Also total schräg, einfach schräg.

00:10:03: 1961.

00:10:05: Natürlich, also aber nicht immer immer schön.

00:10:07: ich meine, nein, das ist eine Spielerei.

00:10:10: Aber letztendlich sind diese ganzen zusammengesetzten, man kennt es ja auch als Magneten, weißt du, an der Kühlschranktür.

00:10:17: Dann kann man so Gedichte so zusammensetzen.

00:10:19: Das ist eine nette kleine Spielerei.

00:10:21: Aber für mich hat sich das immer relativ schnell dann auch erschöpft.

00:10:24: Manchmal kommt was witziges bei raus, aber nicht, aber nicht immer.

00:10:29: Aber wär's nicht schön, 190 Millionen Jahre zu lesen?

00:10:34: Zu leben auch!

00:10:35: Na, obwohl, das schafft nicht mal der Highlander, glaub ich.

00:10:40: Naja, egal.

00:10:41: Lass uns, ja?

00:10:43: Nee, wollen wir nicht.

00:10:45: Nein, nein, wollen wir nicht.

00:10:47: Ja, genau, wollen wir alle nicht.

00:10:50: Ja, ja.

00:10:52: Nee, ich glaube auch noch immer an...

00:10:53: ihr ewig leben.

00:10:54: Ich finde den Titel so unglaublich.

00:10:55: stimmt, aber wir wollen es, glaube ich, alle nicht.

00:10:58: Das wäre zu viel.

00:10:59: Unsere 100 Jahre, die wir höchstens hinkriegen, sind schon genug.

00:11:03: Und jetzt kommen wir mal zu unseren Büchern.

00:11:05: Wir machen es ja wie immer so, dass wir erstmal die ersten Sätze aus den Büchern lesen.

00:11:09: Das ist für uns insofern immer lustig, weil jeder so ein bisschen rät, ob er das Buch schon kennt oder welches das sein könnte.

00:11:16: Und dann reden wir ein bisschen ausführlicher drüber.

00:11:18: Wir fangen an mit dem ersten Satz.

00:11:19: Hast du deinen schon parat?

00:11:22: Ja, schieß los.

00:11:24: Mein erster Satz lautet, das Schiff legt ab.

00:11:28: Es gibt jetzt kein Zurück mehr.

00:11:31: Die winkenden Menschen und ein Ampir.

00:11:35: Das kann ja alles sein.

00:11:37: Also Schiffsbücher gibt's ja wirklich.

00:11:40: Fahren die nach New York?

00:11:45: Die, ne, ne, die starten in New York.

00:11:53: Sie starten in New York.

00:11:55: Und bei dir?

00:11:56: Satz ist ...

00:12:05: Okay, Spittertag, Er ist ja fast schon ein bisschen, also nicht kompliziert, aber er ist fast schon, also in all seiner Kürze fast schon ein bisschen sperrig.

00:12:16: Aber er weckt neugiert auf jeden Fall.

00:12:19: Meira.

00:12:21: Ja, ja.

00:12:23: Also ich musste dieses Buch natürlich jetzt lesen, denn es wurde auch schon einmal von einer Hörerin erwähnt, vielleicht auch zweimal, aber ...

00:12:33: Es ist ein absolutes Must-Read-Buch.

00:12:37: Wenn ich eine Wolke wäre von Volker Weidemann, sieht man auch überall in den Buchläden.

00:12:41: Es geht Masha Kaleco, die Dichterin und die Reise ihres Lebens, wie es im Untertitel heißt.

00:12:46: Du erinnerst dich, in zwei Sätzen wurde es schon mal empfohlen.

00:12:49: Ich erinnere mich gerade gar nicht und ich schäme mich dafür, es tut mir leid.

00:12:53: Nicht?

00:12:55: Sag nur mal den Titel, Tschuldige.

00:12:58: Wenn ich eine Wolke wäre, okay?

00:12:59: Weil es gibt ja noch ein anderes, was gerade sich Masha Kaliko dreht mit dem...

00:13:05: Ach so, okay.

00:13:06: es nur um einen, das hat auch so einen tollen Titel, den ich immer vergesse.

00:13:09: Ich bin schon froh, dass wenn ich eine Wolke wäre jetzt, dass ich den behalte, denn auch ich beide Titel, vergesse ich immer.

00:13:16: Mit dem Kaffee genau so ist das.

00:13:18: Ja, und da ist es nur ein, da geht es um eine Frau und das will ich als nächstes lesen.

00:13:22: Ich habe sie in der Stadtbibliothek schon reserviert.

00:13:24: Das kommt nämlich am 8.

00:13:25: Februar hoffentlich zurück.

00:13:26: Ich habe es nämlich reserviert schon.

00:13:28: Ja, da geht es nur um eine Frau.

00:13:30: die schreibt sozusagen Anmasha Kaliko.

00:13:33: Also sie ist schon beeinflusst, aber sie schreibt Anmasha, so fiktive Erzählungen oder Briefe, soweit ich das in Erinnerung habe.

00:13:41: Und dieses Buch erzählt einen Abschnitt aus dem Leben dieser ja mittlerweile auch wieder so beliebten Dichterin.

00:13:48: Die war ja Anfang der 30er Jahre extrem beliebt in Deutschland, natürlich auch vor allem in Berlin, in der Szene.

00:13:54: Sie machte so Gebrauchslyrik, Gedichte über Liebe und Alltag über Berlin und die Welt.

00:13:59: Dann kamen aber die Nazis an die Macht und das Leben wurde immer schwieriger für Juden.

00:14:03: Sie konnte dann 1938 in letzter Minute nach New York fliehen.

00:14:09: Dort lebte sie 17 Jahre lang.

00:14:12: Man richtet sich halt so ein.

00:14:13: Ihr Mann ist ja Komponist und Dirigent gewesen, aber New York wird nie wirklich ihre Heimat.

00:14:20: Und dann 1956, und sie hat sich das reiflich überlegt, riskiert sie es,

00:14:26: nach Berlin zurückzukehren für eine gewisse Zeit?

00:14:30: Die Frage will noch irgendjemand dort etwas von ihr wissen.

00:14:34: Aber der Wunsch bei MashaKalikow, noch einmal ein Publikum zu finden, weißt du, diese Anerkennung zu bekommen für ihre Gedichte, die ist so groß und sie reist fast ein Jahr

00:14:45: lang durch das ganze Land.

00:14:46: Das Land, das sie ermorden wollte.

00:14:49: Und die Mörder sind noch alle da.

00:14:53: Wir vergessen, was das vielleicht für eine unglaublich schwierige Zeit ist und auch eine schwierige Reise für jemanden, der aus dem jüdischen Bereich kommt.

00:15:02: Und dennoch, und wie es hier heißt, hat sie das Gefühl, dass die Landschaft hier, jeder Baum, jede Pflanze, das Wasser, die Luft zu ihr spricht, in ihrer Sprache.

00:15:11: Sie spürt es körperlich, dass sie auf diesem Boden heimisch ist.

00:15:15: von diesem Jahr schreibt Volker Weidemann, es ist

00:15:19: Tulpal packend.

00:15:20: Es liest sich wie ein liebevoll geschriebener Roman, aber man vergisst nie, es ist eine echte Geschichte.

00:15:25: Es ist ein echtes Schicksal und das macht es so so nah.

00:15:29: Und Mascha schreibt, das wundert mich heute noch, dass die Menschen so viele Briefe geschrieben haben, dass die Menschen jeden Tag Briefe an jemanden geschrieben haben.

00:15:35: Und so schreibt auch sie fast täglich ein Brief an ihren Mann in New York von der Überfahrt auf dem Schiff zum Beispiel.

00:15:42: Sie habe sofort, kaum war sie an Bord allein, eine Inderin angesprochen und dann heißt es

00:15:48: Ich lächelte ihr auf Sanskrit zu.

00:15:52: Das ist eine typische Maschaformulierung.

00:15:54: lächelte ihr auf Sanskrit.

00:15:56: Nein, Sanskrit ist doch diese Sprache.

00:15:59: ne?

00:16:01: Aber ja, keine Ahnung, wie man das macht.

00:16:04: Ja, ich weiß.

00:16:07: Aber es ist halt eine poetische Formulierung.

00:16:10: Und es sind so kleine, konkrete Momente, die hier auch geschildert werden.

00:16:14: Als sie zum Beispiel in der Bleibtreu-Straße 10-11

00:16:18: ihre alte Wohnung anschauen möchte, in der sie gewohnt hat, aus der sie letztendlich vertrieben wurden.

00:16:29: Sie klingelt, eine Dame macht auf, wie sie formuliert, Dienstmädchen-Typ, es riecht nach Windeln und Kohl und Piefke-Haushalt.

00:16:43: Ob sie denn wohl mal eine Minute rein könne.

00:16:46: Sie habe hier früher gewohnt.

00:16:47: Die Frau schlägt ihr die Tür ins Gesicht mit einem knochenharten Nein.

00:16:52: möglich.

00:16:53: Marscha ist wahnsinnig enttäuscht.

00:16:54: Ihr Heimweh nach Berlin ein bisschen gedämpft.

00:16:57: Es gibt immer wieder diese Dämpfer dann.

00:17:00: Der Autor nimmt dann auch nochmal ihre, wie es heißt, sekundenschnelle Verachtung auf, weil sie sofort Dienstmädchen typ formuliert.

00:17:07: Piefke Haushalt nimmt es sofort auf und merkt an, Verachtung ist eine Waffe, wenn Dichtung und Liebe und Wunder nicht mehr weiterhelfen.

00:17:17: Sie dient aber nur zum Selbstschutz, nicht zum Angriff.

00:17:20: Sie öffnet keine Tür.

00:17:22: Für Achtung, an so ein kluger Gedanke könnte auch von Mascha stammen.

00:17:26: Vielleicht tut er das ja sogar auch.

00:17:28: Es gibt ganz wunderbare Momente, als sie zum Beispiel die seit Jahren totgeglaubte Schwester in Berlin wieder trifft.

00:17:36: Was für ein Moment.

00:17:38: Und immer wieder natürlich die Mascha-Formel, dem Leben voranträumen.

00:17:43: Es weiß ja von selbst sonst gar nicht, welche Richtung es einschlagen soll.

00:17:46: Leben voranträumen.

00:17:48: Wie schön ist das denn?

00:17:49: erst muss man träumen, sagt Masha Kaliko immer.

00:17:53: Erst muss man träumen.

00:17:55: Also Volker Waldemann erzählt das ganz virtuos in einem wunderbaren Flow, diese Deutschlandreise von Masha Kaliko, voller Höhepunkte und schöner Momente für sie, aber

00:18:04: auch Enttäuschung.

00:18:06: Es ist eine Geschichte, die einem nahegeht.

00:18:09: Wenn ich eine Wolke wäre, ein Zitat aus einem Gedicht, das genauso heißt, wenn ich eine Wolke wäre, segelte ich

00:18:16: nach irgendwo durch die weiten Himmelsmeere von Berlin bis Mexiko.

00:18:21: Das ist die erste Zeile.

00:18:23: Ich freue mich so für Mascha, dass sie nicht vergessen wird.

00:18:27: Und im Gegenteil, also, nee, sie hat, nee, ja, absolut, aber ich freue mich so, weil sie es so verdient hat.

00:18:35: ich habe eher das Gefühl, dass es wieder mehr wird.

00:18:37: Also, dass es so eine Wiederentdeckung von ihr gibt in den letzten Jahren.

00:18:41: Und das hat sie wirklich verdient.

00:18:43: Das ist ganz, ganz toll, dass es so ist.

00:18:45: Ja, es ist immer, es wäre noch schöner, wenn sie es mitbekommen hätte.

00:18:48: Aber egal, besser so als gar nicht.

00:18:50: Insofern, ich habe jetzt noch zwei Sachen nachzutragen.

00:18:53: Die Bleibtreustraße ist in Charlottenburg, ich habe sie verwechselt, aber es gibt trotzdem das Hotel Bleibtreu, in dem ich schon war.

00:18:59: Und das andere Buch, das wir vorhin angesprochen haben, das du in der Stadtbücherei reserviert hast, ist Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken von Margarete

00:19:08: Stockowski.

00:19:09: Genau, also insofern, da ist auch die Masche wieder.

00:19:11: Ja.

00:19:12: Es ist auch erstaunlich aus dieser Zeit einfach zu lesen.

00:19:15: Guck mal, die war in New York und dann kommt irgendwann mal ein Brief vielleicht von vom Rowald Verlag oder sowas.

00:19:23: Da kommt ein Verleger, der dann auch die Idee hat, ja, man könnte doch mal wieder was machen.

00:19:27: Das dauert Wochen, bis dieser Brief da ist.

00:19:30: Ja, oder was auch immer.

00:19:31: Dann schreibt sie zurück.

00:19:33: Wochen wieder.

00:19:34: Man muss sich mal vorstellen, wie schwierig es ist, kommunizieren, so eine Reise zu organisieren.

00:19:40: Dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt in diesen Jahren, 50er Jahre, irgendwo sein würde, sich irgendjemand einen kümmert, wie man Termine vereinbart.

00:19:49: Wer vereinbart Termine?

00:19:51: über Wochen!

00:19:53: Ich konnte auch nicht verstehen, dass man irgendwie als Goethe irgendwie, reist nach Italien und ist irgendwie monatelang unterwegs.

00:19:58: Also man ist ja monatelang von der Bildfläche verschwunden.

00:20:00: Man kann sich doch gar nicht verständigen mit irgendwelchen Menschen.

00:20:03: Der muss doch für sein Umfeld monatelang einfach verschwunden sein.

00:20:06: Und plötzlich taucht der Goethe mal wieder auf und dann hast du einen Verleger, mit dem du kommunizieren willst und es geht hin und her und dann gibt es Missverständnisse.

00:20:13: Da meldet sich einer mal wieder nicht.

00:20:15: Ja, was ist denn jetzt?

00:20:16: Wird das was?

00:20:18: Diese Langsamkeit und dieses Kompliziertheit der Kommunikation.

00:20:22: Wir können uns das heute gar nicht mehr vorstellen.

00:20:24: Mich fasziniert das in gewisser Weise.

00:20:26: Ich hab hier hinter mir stehen, diejenigen, ne, ihr hört mich ja nur, da siehst du, da sind so antiquarische Bücher und das sind hier diese drei Dicken, sind von Heinrich Heine

00:20:35: die Briefwechsel.

00:20:36: Und das ist genau das, ich liebe es, Briefe, alte Briefe zu lesen und du merkst aber auch, dass sie oft wirklich lange gebraucht haben, diese Briefe zu schreiben.

00:20:46: Das war nicht so hingerotzt wie so eine E-Mail, sondern die haben sich halt wirklich jedes Wort genau überlegt und es war halt entschleunigt.

00:20:52: Und insofern ein bisschen Wehmut habe ich da schon immer, wenn ich mir denke, vielleicht ist es ganz gut, wenn man mal langsamer kommuniziert und nicht alles immer so vor...

00:21:00: Also mich stört es ja schon, wenn ich jemandem was als Signalnachricht schreibe und der oder die antwortet nicht innerhalb von zwei Minuten.

00:21:07: Das ist ja auch schon, das ist ein bisschen zu schnell alles.

00:21:12: Lass uns das mal langsam...

00:21:15: Ja, aber wir können nicht mehr zurück.

00:21:18: Das ist das Problem.

00:21:20: Ich habe auch mit meiner Bachelorette gesprochen jetzt vor kurzem.

00:21:24: Sarah Battiste, äh Sharon Battiste, Entschuldigung, Sharon.

00:21:28: Und die war ja Bachelorette und die haben acht Wochen gedreht auf Thailand und du darfst kein Handy haben.

00:21:32: Das ist so das ganz krasse Detoxing und sie fand es auch richtig gut.

00:21:37: hat sie ein, zwei Tage, fiel sie schwer und danach hatte das was unglaublich

00:21:43: Erleichtertes.

00:21:44: Zwischendurch durfte sie mal von einem Festnetz telefonieren mit der Familie, aber nicht von ihrem eigenen Handy.

00:21:49: Und dieses Detox war für sie, sage ich mal, die Zeit, in der sie am meisten über sich selbst gelernt hat, weil du hast Menschen kennengelernt, indem du mit ihnen gesprochen

00:22:01: hast.

00:22:01: Weißt du, sie hat gesagt, ich habe nicht den Typen, für den ich mich nicht interessiere.

00:22:04: Ich habe den gegoogelt, habe sein Instagram gestalkt.

00:22:06: Wo war der?

00:22:07: Was hat er gemacht?

00:22:07: Was hat er geschrieben?

00:22:08: Nein.

00:22:09: Alles, was man kennenlernt, diese Begegnung.

00:22:12: nur durch reine Dialoge, nur durch sich gegenüber sitzen und miteinander sprechen.

00:22:16: Und das hat ihr ihr großen Eindruck hinterlassen.

00:22:18: Fand ich eine tolle Bemerkung.

00:22:20: Ich habe meinen Eltern an Silvester jetzt Briefe geschrieben, also jedem einen, weil ich das irgendwie nett fand und habe die Briefe dann bei denen versteckt und dass sie es halt

00:22:30: an Silvester finden sozusagen.

00:22:32: Und ich werde jetzt einen Brief schreiben, da habe ich jetzt gerade meine alte Schule gefragt, ob das möglich ist.

00:22:37: Und die haben gesagt, ja, das ist möglich, an meine alte Deutschlehrerin.

00:22:40: Also Frau Wickershaus-Müller, sie kriegen bald Post.

00:22:45: Weil ich oft an sie denke und mir dann denke, vielleicht würde sie sich freuen, zu wissen,

00:22:51: dass das, was sie da alles getan hat, nicht umsonst war.

00:22:54: Also ich hatte Deutschleistungskurs bei ihr.

00:22:57: wir sind nach Weimar gefahren zusammen mit diesem kleinen Leistungskurs und haben uns da irgendwie Klavigo im Deutschen Theater angeguckt und ganz viel auf Goethes Spuren

00:23:06: gewandelt und so.

00:23:08: Und diese Frau hat mich geprägt und wahrscheinlich bin ich auch wegen ihr dann in den Journalismus gegangen.

00:23:14: Sie fanden es nicht so toll, dass ich immer in provozierender Kürze geschrieben habe, wie sie es nannte, aber für den Journalismus war das ja ganz praktisch.

00:23:21: Und insofern dachte ich mir, man muss auch den Leuten, an die man immer wieder denkt, weil sie den Einfluss auf das eigene Leben hatten, das auch mal sagen.

00:23:29: Und sagen geht in dem Fall nicht, weil ich weiß nicht, wo sie wohnt.

00:23:31: Ich habe keine Möglichkeit, sie zu treffen.

00:23:33: Aber das Gymnasium wäre eben bereit, einen Brief weiterzuleiten.

00:23:37: Und deswegen werde ich ihr auch einen Brief schreiben.

00:23:39: Insofern schreibt wieder Briefe!

00:23:40: Aber jetzt erzähle ich dir was zu meinem Buch.

00:23:42: Ja, erzähl mal hier mit.

00:23:44: Wie hieß sie nicht?

00:23:44: Heidrun, Malreike, hieß sie?

00:23:47: Wer tauchte auf?

00:23:48: Welcher Name in dem ersten Satz?

00:23:50: Äh, Mayra.

00:23:52: Mayra?

00:23:53: Mayra.

00:23:54: Also, dieses Buch heißt Unter Wasser ist es still von Julia Dibbern.

00:23:58: Und es ist, es ist ein ziemlich dicker Weltsohn.

00:24:03: Ich fing dann an zu lesen und dachte gleich, oh, das ist wie Flusslinien von Katharina Hagenach.

00:24:08: Und dann war es sowieso mich geschehen.

00:24:10: Also es ist zumindest, es hat auch dieses norddeutsche Setting.

00:24:15: Allerdings sind wir diesmal an der Ostsee.

00:24:17: Und im Mittelpunkt steht also Mayra.

00:24:19: Sie ist Restauratorin in Frankfurt und steht kurz davor, den Laden ihres Chefs zu übernehmen.

00:24:25: Und sich das aber leisten zu können, will sie ihr altes Haus verkaufen.

00:24:30: Und nach und nach erfahren wir dann, dass sie also in diesem Haus aufgewachsen ist, das ist an der Küste.

00:24:35: Ihre Mutter war alleinerziehend und wurde dann krank.

00:24:38: Und für die Tochter war das alles eine traumatische Zeit, kann man sich ja vorstellen, wenn man alleine mit einer sehr schwer kranken Frau zusammenlebt über Jahre als Kind.

00:24:48: Am Ende ist es so gewesen, dass sie dann nach Frankfurt geflüchtet ist als junge Frau.

00:24:56: Sie hatte dann jahrelang verdrängt, was damals alles geschehen ist, und fährt jetzt wieder an die Ostsee, dieses Haus aufzulösen.

00:25:02: zu gucken, da noch Sachen drin, die man noch braucht, die man retten möchte, Fotos oder so.

00:25:08: Es fällt ihr schwer, wieder in dieses Haus zu gehen.

00:25:10: Sie drückt sich da auch eine Zeit lang davor.

00:25:12: Da brechen auch diese ganzen alten Wunden wieder auf.

00:25:16: merkt sie dann zwar einerseits schmerzhaft, aber letzten Endes auch heilsam, dass sie sich wieder damit beschäftigt, was damals geschehen war und es eben jetzt aus der Sicht einer

00:25:26: Erwachsenen sieht und nicht mehr aus der des Kindes.

00:25:28: Sie trifft dann auch alte Freunde und Freundinnen wieder und stöbert in Erinnerungsstücken und sucht dann letzten Endes natürlich sich selbst.

00:25:36: Und das Buch springt so zwischen den Zeiten hin und her und es wechselt manchmal auch die Perspektive.

00:25:41: Wenn wir dann zum Beispiel Briefe ihrer Mutter lesen, die sie findet.

00:25:45: Oder auch mal die Gedanken des Onkels erfahren, der da noch eine Rolle gespielt hat.

00:25:50: Und das alles ist aber so behutsam konstruiert, dass man sich jetzt nicht wahnsinnig konzentrieren muss und dass es nicht total kompliziert und verwirrend wird.

00:25:57: Sondern meistens stehen wir beim Lesen mit beiden Beinen, also in der Gegenwart und bei Mayra.

00:26:02: Und es ist ein Buch darüber, die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten und den Mut zu haben, den Weg zu gehen, den man eigentlich gehen möchte.

00:26:09: Auch wenn man dadurch geliebte Menschen vor den Kopf stößt.

00:26:13: Das könnte man so zusammenfassen.

00:26:14: Ich hab's sehr gerne gelesen.

00:26:16: Es war für mich der Anfang des Jahres, wo ich dachte, langsam wieder reinkommen und gute Gefühle haben.

00:26:25: Weil es ist letzten Endes ...

00:26:26: Ich glaube, so viel kann ich verraten, es hat ein Happy End.

00:26:31: Und, ja.

00:26:33: Das war Unterwasser ist es still von Julia Dibbern.

00:26:36: Ein schönes Schmökerbuch, das sich auch für den nächsten Sommerurlaub eignet, falls ihr schon so weit plant.

00:26:41: Ja.

00:26:42: Ja.

00:26:42: ist, finde ich, das Wort aller Wörter.

00:26:44: Wenn etwas ein Schmöker ist, es gibt keinen positiveren Begriff in der Literatur, finde ich, als Schmöker.

00:26:51: Schmöker heißt immer, es saugt einen rein und man will weiterlesen und es liest sich gut und es liest sich schnell und ein Schmöker.

00:27:01: ich's empfunden.

00:27:02: Ich hatte jetzt gerade von Edried Sleep, unserem Nachbarpodcast, der sich auch Bücher dreht, NDR.

00:27:08: Da hatte ich gehört, Folge, war Klaas Heufer Umlauf zu Gast und hat über Bücher gesprochen, was relativ untypisch ist bei ihm.

00:27:15: Aber das fand ich schön, ihm zuzuhören.

00:27:17: Er empfiehlt immer wieder ein bestimmtes Buch.

00:27:20: Und zwar von Paul Murray, der Sticht der Biene heißt das auf Deutsch.

00:27:25: Und das hat, glaub ich, in Deutschland ...

00:27:28: In der deutschen Fassung meine ich über 800 Seiten oder so was.

00:27:32: im Sinne von Schmöcker muss ja auch dick sein.

00:27:34: Ich habe wieder überlegt, ob ich es mir ...

00:27:36: Ich habe mir jetzt mal die Leseprobe runtergeladen.

00:27:39: um dieses Buch tanze ich, glaube ich, schon seit Jahren rum und denke mir immer wieder, ich müsste es mal lesen.

00:27:45: Und irgendwie mache ich es dann doch nicht.

00:27:47: Mal sehen.

00:27:48: Mal sehen.

00:27:49: Na ja.

00:27:50: Vielleicht lese ich es irgendwann mal, so wie das manchmal so ist.

00:27:55: Ja, klingt gut.

00:27:57: Ich mag auch den Titel.

00:27:59: Macht doch nix.

00:28:00: Und noch ein Gedicht hier.

00:28:04: Hätte jetzt eigentlich was von Marcia Calico.

00:28:05: Letzte Zeit habe ich wieder Gedichte auswendig gelernt.

00:28:08: Ich liebe ja Take it easy.

00:28:09: Kennste das?

00:28:11: Take it easy.

00:28:12: Das hat sie in New York geschrieben, wo sie nie Heimat gefunden hat.

00:28:16: Take it easy, sagen sie dir.

00:28:19: Nimm's auf die leichte Schulter.

00:28:21: Doch du hast zwei.

00:28:22: Nimm's auf die leichte.

00:28:24: Ich folgte diesem populären Humanitären Imperativ und wurde schief, weil es die andere Schuld da auch noch gibt.

00:28:30: Man muss sich also leider doch bequem, es manchmal auf die schwerere zu nehmen.

00:28:36: Dann hat man eine leichte Schulter und eine schwere Schulter.

00:28:39: Das ist eigentlich auch ein gutes Bild.

00:28:41: Wobei ich es ganz interessant finde, dass sie in der letzten Zeile sagt, muss es, also man spricht ja von der leichten Schulter und vielleicht dann auch von der schweren Schulter,

00:28:47: aber es ist die schwerere Schulter.

00:28:50: Es ist nicht, man muss sich also leider doch bequem ist, manchmal auf die schwere zu nehmen, sondern es ist die schwerere, die schwerere Schulter.

00:28:57: Und ich kann bezeugen, ich habe dich hier gerade angeglotzt, du hast es nicht abgelesen, du hast es wirklich auswendig gesagt.

00:29:04: Super, bravo.

00:29:05: Ja, ja.

00:29:06: habe auch.

00:29:07: Wisst ihr wohl, wer auf dem Mond mit der Mondfamilie wohnt?

00:29:10: Mondkalb mit den Sonnenflecken, Mondhirt mit den Schäferstecken und der goldenen Bambusflöte, tief im Krater eine Kröte aus dem Ur-Ur-Urgroßwald, 7000 Jahre alt.

00:29:21: Das ist die erste Zeile von Was auf die Mond zugeht.

00:29:25: Das ist ein Kindergedicht.

00:29:27: Ja, zurzeit lerne ich einfach.

00:29:29: lernen, finde ich.

00:29:32: Ja.

00:29:32: fünf Strophen.

00:29:34: Also Mascha Calico, ein Dauerbrenner.

00:29:40: Ja, ich muss gerade mal überlegen, ob ich dir jetzt ein relativ unbekanntes Gedicht von Eric Kestner, also Heimkehr aus Italien, oder ob ich dir von Shel Silverstein den Mr.

00:29:51: Grumpledom's Song bringe.

00:29:55: Du darfst aussuchen.

00:29:58: Das habe ich mir gedacht.

00:29:59: Das ist auf Englisch und ich finde es einfach schön.

00:30:01: Es heißt Mr.

00:30:02: Grumpledum's Song.

00:30:03: Es ist aber glaube ich kein Lied.

00:30:05: Es wird oft vertont.

00:30:06: Da ist manchmal Musik dahinter, aber es wird dazu gesprochen.

00:30:09: Also es ist ein Gedicht, es heißt aber Mr.

00:30:12: Grumpledum's Song und es heißt einfach Everything's wrong.

00:30:16: Days are too long.

00:30:17: Sunshine's too hot.

00:30:19: Wind is too strong.

00:30:20: Clouds are too fluffy.

00:30:21: Grass is too green.

00:30:22: Ground is too dusty.

00:30:23: Sheets are too clean.

00:30:25: Stars are too twinkly.

00:30:26: Moon is too high.

00:30:29: Man hat ja solche Freude damit!

00:30:46: Und es hat so geilen Rhythmus auch, weißte?

00:30:48: Das kann jeder auch mal selber raussuchen.

00:30:50: Das findet man auch im Netz, im Internet.

00:30:54: Und wenn man das selber so mal für sich liest...

00:30:57: Das ist wild, man kommt in so einen Trott rein.

00:31:00: Das ist ganz schön, das bringt total Spaß.

00:31:03: Ja, Mr.

00:31:04: Grumpledum's song.

00:31:06: Everything's too, everything's wrong.

00:31:08: Days are too long, sunshine's too hot, wind is too strong.

00:31:12: Ja, macht wirklich große Freude.

00:31:13: Ja, passt in den Januar.

00:31:15: Wir haben vorhin schon kurz im Vorgespräch darüber gesprochen, dass der Januar irgendwie nicht so der Lieblingsmonat ist für viele Leute.

00:31:21: Er ist so düster und er ist so matschig und überhaupt.

00:31:25: Aber gut.

00:31:26: Ja, aber ganz liebe Menschen, die ich kenne, haben im Januar Geburtstag.

00:31:30: Insofern mag ich den Monat doch, weil sonst gäbe es die nicht.

00:31:34: Ich habe eine Verlosung mitgebracht.

00:31:36: Okay.

00:31:37: Yes, und zwar drei Mal dürfen wir vom Pieper Verlag verlosen Die weiße Nacht von Anne Stern.

00:31:43: Und das ist ein Krimi.

00:31:46: Und stell dir vor, ich lese den gerade.

00:31:48: Ha!

00:31:49: Da-da!

00:31:51: Ich lese einen Krimi.

00:31:52: Und zwar, wollte einfach mal reinlesen, weil ich mir dachte, wir verlosen nichts, was ich nicht auch schon mal zumindest reingelesen habe.

00:31:56: Nicht, dass das vielleicht irgendwas ganz Schlimmes ist, lieber Pieper Verlag, wer weiß.

00:32:01: Nein, aber auf jeden Fall, ich bin in der Tat hängen geblieben, weil es sehr, sehr interessant anfängt.

00:32:07: Es geht um die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg in Berlin.

00:32:13: Und da ist eine junge Frau unterwegs mit ihrer Leica-Kamera und macht so Fotos in den Trümmern.

00:32:20: du bist, also ich fand diese Kombi, ich ich lese wirklich keine Krimis, ich lese aber auch keine historischen Bücher in der Regel, also sehr selten.

00:32:27: Hm?

00:32:28: Und das war aber so eine Kombi.

00:32:30: Es war spannend, weil du gleich am Anfang da ein etwas, ich sage, ich verrate nichts.

00:32:37: Also es war spannend.

00:32:39: Und gleichzeitig hat sie aber, und dafür ist ja die Anne Stern bekannt, sie hat gleich so recherchierte Fakten mit reingebracht, die mich total, ja, angesprochen haben.

00:32:51: Also ich lerne was und es ist spannend.

00:32:54: Und deswegen bin ich jetzt das erste Mal seit langem wieder bei einem Krimi hängen geblieben.

00:32:59: Ich bin gespannt, ob ich ihn fertig lese.

00:33:01: Aber ich glaube momentan schon, weil ich will wissen, was dahinter steckt.

00:33:03: Wenn ihr also diesen Krimi, die weiße Nacht von Anne Stern, gewinnen wollt, dann schreibt eine Mail an lissundus.gmail.com.

00:33:10: Im Betreff schreibt ihr einfach Stern rein, das ist das einfachste.

00:33:13: Und in die Mail eurer Adresse.

00:33:15: Und mitmachen können alle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

00:33:18: Und der eine Sendung ist der 27.

00:33:21: Januar um Mitternacht.

00:33:23: Also bis dahin sollte eure Mail bei uns angekommen sein.

00:33:26: Ja, das ist total interessant.

00:33:29: Dieses Buch.

00:33:29: Ich werde wieder berichten.

00:33:30: literarischer Krimi oder ist einfach ein Krimi-Krimi?

00:33:34: Was ist denn da der Unterschied?

00:33:35: Na ja, literarisch heißt das auch, die Sprache eine wichtige Rolle spielt.

00:33:39: Aber Krimi Krimi, da geht es einfach nur die Handlung und nicht die Sprache.

00:33:45: das ist eine gute Frage, da muss ich nochmal beim nächsten Kapitel genauer drauf achten.

00:33:49: Also mir ist die Sprache weder als besonders kompliziert oder besonders schön.

00:33:55: Ich habe mir noch nichts unterstrichen, das ist vielleicht ein Hinweis darauf, dass es ein Krimikrimi ist.

00:34:00: Aber die Anne Stern kann generell super schreiben, die ist so… also die haut, ich habe mal ihre Biografie mir angeguckt, die haut ja zwei bis drei Bücher pro Jahr raus.

00:34:10: Das ist ein Phänomen, finde ich, wie man sowas schaffen kann.

00:34:14: Die ist eher sonst bekannt für diese Fräulein Gold-Bücher.

00:34:17: Ich weiß nicht, ob die dir mal über den Weg gelaufen sind, wo es eine Hebamme geht.

00:34:24: Also deren Schwerpunkt ist so das Berlin der 20er-, 30er-Jahre.

00:34:28: wenn ich das aber jetzt richtig verstanden habe, ist das jetzt auch für sie der erste, ich glaube, erste Krimi.

00:34:35: Also vorher hatte sie eben diese Reihe mit Fräulein Gold, da gab es irgendwie, glaube ich, acht Bücher oder so.

00:34:40: Die macht eher so

00:34:42: Und auch das hier wird eine Reihe werden.

00:34:45: Und insofern, genau, mal was Neues.

00:34:49: Ja, also Marguerite und Georgette zum Beispiel.

00:34:51: Das ist ja auch eine Art Krimi, das ist eher so Cosy Cram.

00:34:54: Da geht es eigentlich mehr um die Charakterisierung, um ein paar Ideen auch, aber da steht jetzt nicht der Krimi im Vordergrund, weißt du?

00:35:04: Nein, okay.

00:35:05: Ja, aber sehr schön.

00:35:06: Interessant trotzdem.

00:35:07: Hast du eine Graphic Novel mitgebracht?

00:35:09: Mensch, ich habe eine graphic novel und die ist auch wirklich total cool.

00:35:13: zwar es ist Lagerfeld.

00:35:15: Ich würde dir gerne mal wieder was nicht biografisches mitbringen.

00:35:18: Lagerfeld hatten wir noch nicht.

00:35:19: es gibt ja.

00:35:22: Aber du hast wahrscheinlich davon gelesen, weil die auch sicherlich viel besprochen wurde.

00:35:25: Simon Schwarz, einer unserer tollsten auch Erzähler, muss man sagen, der ja auch diese Biografien.

00:35:31: Ich glaube, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist es so.

00:35:33: Ich habe gerade vergessen, dass dieses eine Fach Terminus.

00:35:39: Na?

00:35:40: fällt mir nachher noch ein, der erzählt auf jeden Fall so besondere Biografien auf einer Comicseite.

00:35:45: Und das macht er regelmäßig und hat da auch diverse Bücher rausgebracht.

00:35:48: Und es ist immer toll, auch von den Geschichten, die er erzählt.

00:35:51: Und in diesem Fall hat er die Texte genommen von Alfons Kaiser.

00:35:54: Der hatte eine Karl Lagerfeld Biografie geschrieben und er hat diese Texte genommen und hat daraus zitiert, hat Passagen neu zusammengesetzt und hat dazu eben gezeichnet über

00:36:03: diesen großen

00:36:04: Modetzer, der sich ja selber so als Marke inszeniert hat, immer mysteriös, mit Sonnenbrille und die weißen Haarsträhnen und alles voller Glamour.

00:36:12: Aber man kam nie so richtig an ihn ran, alleine wegen der Sonnenbrille.

00:36:15: Und Simon Schwarz wollte mal so bisschen mehr herausfinden, was diesen Menschen ausgemacht hat.

00:36:21: Und deshalb wird auch besonderes Augenmerk auf die Kindheit und auf die Jugend von Karl Lagerfeld gelegt.

00:36:26: Und was ich vorher echt nicht wusste, der kommt ja aus Hamburg.

00:36:30: Der ist geboren in Hamburg.

00:36:32: ist dann allerdings auch auf dem Land aufgewachsen, auf dem Gut seiner Eltern, Bissenmoor und er fand es furchtbar.

00:36:39: Und die Schulzeit war traumatisierend.

00:36:41: Wie es hier heißt, ich war ja so gut wie nie in der Schule.

00:36:44: Das war nicht nötig.

00:36:45: In Bad Bramstedt auf dem Land war keine große Konkurrenz.

00:36:48: Es war nicht besonders schwer da mitzukommen.

00:36:50: Mein Hauptspott war es, dem französisch Lehrer reinzureden und ihm zu sagen, er spreche es schlecht aus.

00:36:56: Das wird kein Lagerfeld.

00:36:57: Sein Vater war überzeugter Nazi.

00:37:00: Zudem hat er auch so gut wie keine Beziehung.

00:37:03: Und du weißt, der Vater, vielleicht erinnerst du dich auch das?

00:37:05: Ich hatte es mal gehört und war jetzt aber trotzdem wieder überrascht.

00:37:08: Der hat die Marke Glücksklee erfunden.

00:37:12: Jawoll, der war Kondensmilchfabrikant und hat damit das Geschäft seines Lebens gemacht.

00:37:18: Otto Lagerfeld und wie es hier heißt in der Graphic Novel, seiner besten Abnehmer, einen seiner besten Abnehmer hatte er zu Hause.

00:37:26: Sein Sohn Karl wurde nämlich aus der Büchse ernährt.

00:37:30: Und Karl Lagerfelds Mutter Elisabeth sagte laut Karl Lagerfeld über das Stillen, ich habe nicht einen Milchfabrikanten geheiratet, um einen Busen für so etwas herzugeben.

00:37:38: Es gibt ja Dosenmilch.

00:37:40: Die Mutter, zu der er ein sehr kühles Verhältnis hatte.

00:37:43: Karl Lagerfeld, der sich nie so richtig wohlfühlte oder am richtigen Ort, bis er dann 1952 nach Paris gegangen ist.

00:37:50: Und hier bekommen wir auch zum ersten Mal so eine doppelseitige Illustration.

00:37:54: Zum ersten Mal wirkliche Farbe im großen Stil.

00:37:57: Und typisch für Simon Schwarz sind auch diese skurrilen Momente, die er auch wirklich sehr gerne schildert.

00:38:03: 4.

00:38:03: Juli 67, der Vater Otto Lagerfeld stirbt, laut Karl Lagerfelds Aussage, aus Langeweile.

00:38:10: Also so hat er das formuliert.

00:38:12: Die Beisetzung in Hamburg, heißt es hier, war ein letztes seltsames Zeugnis der merkwürdigen Beziehung zu seinem Vater.

00:38:19: Karl ging nicht zum Friedhof, sondern wartete im nahen Hotel, bis die Trauergesellschaft schließlich erschien.

00:38:26: Und dort, nächstes Bild im Panel, nächstes Panel, dort verkündete Elisabeth Lagerfeld der Familie ihres verstorbenen Mannes, dass das mit der Verwandtschaft ja jetzt vorbei sei.

00:38:35: Jetzt sagen wir sie zueinander.

00:38:38: What?

00:38:39: Er hat ja auch immer gehadert, mit seinem Geburtsjahr 1933 hat sich der Sepp auch fünf Jahre jünger gemacht, damit er nicht in Verbindung gebracht wird mit den Gräueltaten von

00:38:49: damals.

00:38:49: Und gerade in Paris, wo dann seine Modekarriere begonnen hat, hat man immer noch mit Archvon auf die Deutschen geschaut, wenn du deutsch warst.

00:38:58: Es ist eine ganz wunderbare Graphic Novel, die glücklicherweise und das muss eine Graphic Novel auch mit Techniken und Möglichkeiten spielt.

00:39:06: So kommentiert Karl Lagerfeld sich auch immer wieder mal selbst.

00:39:10: Das kann Graphic Novel machen und diese macht richtig Spaß, voller Geschichten und Lagerfeld-Flair.

00:39:17: Heißt einfach Lagerfeld von Alfons Kaiser und Simon Schwarz.

00:39:21: man muss dazu sagen, es ist der Simon Schwarz mit TZ, weil ich war jetzt etwas irritiert.

00:39:26: Es gibt auch einen Simon Schwarz, den Schauspieler, der Schauspieler.

00:39:31: Genau, der ist der mit Z, genau.

00:39:34: kommt auch aus Hamburg, hat ganz viel recherchiert in der Nachbarschaft, da wo Karl Lagerfeld gewohnt hat.

00:39:40: Hatte es auch nicht so weit für die Recherche.

00:39:43: ja, hat sich gelohnt.

00:39:45: Super Graphic Novel.

00:39:46: Ist ja auch ein super Typ, Karl Lagerfeld.

00:39:47: Irre Typ.

00:39:48: mal diese Serie angefangen.

00:39:50: Es gibt ja auch so eine biografische Serie über ihn mit Daniel Brühl in der Hauptrolle, die sehr, wie soll ich sagen, sehr schillernd anfängt, weil es da eher, da geht es um die

00:40:00: ...

00:40:00: jetzt muss ich rechnen ...

00:40:03: 60er Jahre?

00:40:05: Ja.

00:40:09: Der hat wirklich unglaublich schnell gesprochen, ja.

00:40:13: Der war echt so eine so eine Type.

00:40:16: Ja.

00:40:16: toll.

00:40:18: Schade, ich überleg gerade, wann ist denn der gestorben?

00:40:20: Das ist noch gar nicht so lange her, oder?

00:40:22: Ja, gar nicht so Ewigkeiten her, ne?

00:40:24: Ne, das stimmt.

00:40:25: Ja, muss mal gucken, ob sein Tod hier überhaupt drin ist.

00:40:28: Ich kann mich gern dran erinnern, ob ganz zum Schluss auch irgendwie...

00:40:30: hab grade die Bilder angeguckt, die man im Netz angucken kann aus der Graphic Novel.

00:40:35: Da ist dann auch so eine Puppe drin.

00:40:37: Wie nennt man die denn?

00:40:38: Weißt du, die man so so einer Papppuppe 2019 ist er gestorben.

00:40:41: So eine Papppuppe, die man selber basteln konnte, wo dann die Gelenke, kleine ...

00:40:47: Heftklammern.

00:40:49: Nee, nicht Heftklammern.

00:40:49: Wie heißen diese Dinge, mit denen man Umschläge zumacht und so aufbiegt?

00:40:54: Wie heißen denn die?

00:40:55: Weißt du, was ich mein?

00:40:57: Schau, ich mach so ...

00:40:58: Nee.

00:40:59: also ein Endtacker, nein.

00:41:00: Ding rein und dann biegt man die Enten so um.

00:41:05: So ein goldene, wie heiß haben die überhaupt einen Namen?

00:41:09: Ja.

00:41:10: Ja, das sind Heftklammern, nicht Heftklammern, ja die Büroklammern.

00:41:14: Die Dinge haben auch einen Namen, ich weiß, damit man es auch wieder aufmachen kann und nicht zu kleben muss.

00:41:17: Die kleinen goldenen mit dem Punkt.

00:41:21: Sie haben aber einen Namen, das weiß ich.

00:41:23: Aber ich weiß ihn auch nicht im Augenblick.

00:41:25: Auch geil, oder?

00:41:26: genau, auf jeden Fall so eine Puppe mit diesen Dingern als Gelenke.

00:41:29: Und dann kann man das ausschneiden.

00:41:31: So was ist da offenbar auch drin in dem Buch.

00:41:33: Mhm.

00:41:35: Ja klar.

00:41:36: Ja, nein, und der Tod ist hier natürlich drin.

00:41:38: Im Februar 2019 brachte man ihn ins Krankenhaus.

00:41:40: Man pumpte Wasser aus seiner Lunge.

00:41:42: Völlig geschwächt, die eigene Sterblichkeit leugnend, plante er am Krankenbett weiter die Fendi-Schau am Ende des Monats.

00:41:50: Und dann aber starb er.

00:41:54: Als Karl Lagerfeld starb, lag seine Hand in Sebastians Hand.

00:41:58: Wenige Stunden nach seinem Tod ließ Chanel mitteilen.

00:42:01: Virginie Viard tritt seine Nachfolge an.

00:42:04: Und dann zum Schluss, letzte Seite, ich zeige dir kurz die letzte Seite hier.

00:42:08: Siehst du, er an dieser großen gläsernen Halle, wie geplant, fand zwei Tage nach Karl Lagerfeldts Tod in Mailand die Fendi-Schau zu den Klängen von Lou Reed und John Cale's

00:42:19: Lied Small Town statt.

00:42:21: When you're growing up in a small town, you say no one famous ever came from here.

00:42:27: So, und das Karl Lagerfeld.

00:42:28: Okay.

00:42:30: Ja, schön.

00:42:32: Wir kommen zu unserer Community.

00:42:34: Und zwar bedanken wir uns bei Barbara.

00:42:36: Die war vorher Lesemaus und ist jetzt aufgestiegen zum Leseeinhorn.

00:42:40: Also vielen Dank dafür.

00:42:42: Und ein neues Einhorn haben wir auch, und zwar die Marget.

00:42:44: Es sind leider auch ein paar wieder ausgelaufen.

00:42:46: Also momentan geht's eher Richtung Minus.

00:42:49: Insofern, wenn ihr Lust habt, uns zu unterstützen, macht das gerne auf steady.com könnt ihr gucken oder auf leaseunddust.com.

00:42:55: Da haben wir das alles noch mal beschrieben.

00:42:57: Und die Lese-Löwinnen und die Lese-Einhörner können werbefrei hören und unterstützen unsere Arbeit an diesem Podcast.

00:43:02: Also vielen lieben Dank, die Lese-Mäuse unterstützen uns natürlich auch.

00:43:06: Und wir haben wieder Buchtipps bekommen aus der Community.

00:43:09: Da freue ich mich natürlich immer besonders.

00:43:10: Das eine ist von der Kerstin.

00:43:13: Und zwar von Gabrielle Seven.

00:43:15: Und zwar das erstaunliche Leben des AJ Fickrey.

00:43:18: Die Autorin ist bekannt von Morgen, Morgen und Wiedermorgen.

00:43:21: Du erinnerst dich, ist das Buch, wo ich meinen Sohn mal zu Weihnachten gezwungen hab, das zu lesen.

00:43:27: Und in diesem neuen Roman geht's jetzt um AJ, den Besitzer einer Buchhandlung auf der etwas abgelegenen Insel Alice Island.

00:43:33: Also nicht Alice, sondern Alice wie die Frau.

00:43:37: Er ist ...

00:43:38: genau.

00:43:39: Ganz genau.

00:43:40: Er ist grummelig, grisgrämig und mag seit dem Tod seiner Frau weder Menschen noch sich selbst.

00:43:45: nicht einmal die nette Buchvertreterin, für ihren Verlag eigens auf die Insel fährt.

00:43:49: Als ihm noch das letzte, was ihm lieb und teuer war, nämlich eine Erstausgabe von Edgar Allan Poe, gestohlen wird und etwas ganz Besonderes im Laden hinterlassen wird, was er

00:43:58: definitiv nicht haben wollte, ist das Chaos perfekt.

00:44:01: Das alles wird auf eine urkomische Art erzählt, schreibt Kerstin.

00:44:05: dass man sofort drin ist.

00:44:06: Sevens Roman war am Ende des Jahres noch mein echtes Highlight.

00:44:09: Ich kann diesen Roman wirklich jedem ans Herz legen.

00:44:11: Ich hab ihn gleich auf meinen Wunschzettel gestellt, weil ich hab nicht mitbekommen, dass es da was Neues gibt von ihr.

00:44:16: Mir gefallen ihre Titelbilder immer nicht so gut, da kann sie ja nix dafür.

00:44:22: Ja ...

00:44:23: sehr bunt, von gelb bis lila und grün.

00:44:26: Und das ist ein bisschen Comic-artig gezeichnet.

00:44:29: war schon so ein Hingucker in der Buchhandlung.

00:44:31: Da kam man irgendwie nicht dran vorbei.

00:44:33: Und es war auch wirklich sehr, sehr gutes Buch.

00:44:34: Da geht es Computerspielentwicklung, grob gesagt.

00:44:39: Aber wahrscheinlich wollten sie jetzt die darauffolgenden Bücher auch so machen, dass es halt ein Wiedererkennungseffekt ist, dass man weiß, das ist wieder von der oder so.

00:44:47: Aber ich finde es nicht so gelungen.

00:44:48: Aber gut, Sandra hat geschrieben,

00:44:55: warum das Bahnfahren immer noch die schönste Art zu reisen ist.

00:44:58: Das Buch hat mich neugierig gemacht, ich hatte aber keine Vorstellung, was es eigentlich geht.

00:45:03: Es geht viel die Bahn, es geht aber auch die Orte, die der Autor bereist, es entschleunigt irgendwie, weil der Autor so gelassen erzählt.

00:45:10: Dann dauert's halt mal länger und er genießt das dann einfach nur, in der Bahn zu sitzen und zu arbeiten, nichts zu tun oder dabei durch die Gegend gefahren zu werden.

00:45:19: Deshalb musste ich beim Lesen auch an Christian denken, der ja auch oft mit der Bahn unterwegs ist.

00:45:24: Ja!

00:45:24: an seine beste Freundin Anke, die ebenfalls Bahn begeistert ist.

00:45:27: Also von mir eine klare Leseempfehlung, schreibt Sandra.

00:45:32: Das Buch heißt ...

00:45:35: Einsteigen von Titus Müller.

00:45:38: Warum das Bahnfahren immer noch die schönste Art zu reisen ist.

00:45:43: Und dann haben wir ja noch eine kleine, ich will's nicht nennen, Rubrik eingeführt, aber es ist jetzt vermehrt so, dass uns Autoren schreiben und uns ihre ...

00:45:52: zum Beispiel Self-Publishing-Bücher oder kleineren Bücher anbieten wollen.

00:45:56: Also die selber Werbung für ihre Bücher machen, weil eben kein großer Verlag mit einem riesen Marketingbudget dahinter steht.

00:46:01: Und ich finde das eine ganz schöne Sache.

00:46:03: Hab denen dann aber gesagt, ich habe momentan einfach keine Zeit, noch mehr Bücher zu lesen.

00:46:08: Wir werden bemustert auch von Verlagen und so weiter.

00:46:11: Wir haben viel zu lesen.

00:46:12: Das ist auch eine ganz, ganz tolle Situation.

00:46:15: Aber man kann halt nicht alles lesen.

00:46:17: Und deswegen habe ich diese Autoren dann immer gebeten, uns eine Sprachnachricht zu schicken.

00:46:21: Diesmal kam eine von Martin Peitz aus dem Münsterland.

00:46:24: Der hat nämlich ein Buch geschrieben namens Schattensommer.

00:46:27: Hallo Larissa, Hallo Christian.

00:46:29: Danke für eure Mail.

00:46:31: Hier meine Sprachnachricht.

00:46:33: Ich habe im September meinen Debüt-Roman Schattensommer veröffentlicht.

00:46:37: Eine Coming-of-Age- und Mystery-Geschichte, die in den 80ern spielt, autobiografische Anteile enthält und auch von der Popkultur der Zeit geprägt ist.

00:46:45: Durch Musik, Filme, Computerspiele und so weiter.

00:46:48: Eigentlich bin ich aber Musiker und habe bislang eher Songs geschrieben.

00:46:52: Durch den Roman hat sich jetzt mein Fokus verschoben und ich arbeite gerade an einer zweiten Geschichte, die lose mit Schattensommer verbunden ist.

00:47:00: In Zukunft also mehr Prosa und weniger Musik.

00:47:03: Das Echo auf das Buch hat mich ehrlich gesagt richtig umgehauen.

00:47:06: Von sehr starken Rezensionen über ein zwischenzeitlich überraschend gutes Amazon-Ranking bis hin zu Berichten im Radio und bald auch im WDR-Fernsehen.

00:47:16: Vor allem habe ich aber das Gefühl,

00:47:17: durch diese Geschichte ein Stück mehr bei mir selbst angekommen zu sein.

00:47:21: Deshalb hätte ich große Lust mit euch über das Buch, Schreiben und diesen Umbruch zu sprechen.

00:47:25: Oh, und dann ist er weg.

00:47:30: Das war jetzt schnell.

00:47:32: Ja, schöne Stimme auch,

00:47:33: Ja klar, auf jeden Fall.

00:47:35: Und das ist ab zwölf Jahren, habe ich dann nachgelesen.

00:47:38: Also insofern können das auch die jüngeren Leser sich vorknüpfen.

00:47:43: Es gibt ja immer wieder Leute, sagen, ich muss jemandem was schenken, einem Kind Hilfe, was schenke ich denn da?

00:47:48: Da wäre ja zum Beispiel dieses Buch eine Idee, ab zwölf Jahren zu empfehlen.

00:47:53: Genau, also wenn ihr auch irgendwelche Tipps für uns habt, Lesetipps, dann sprecht uns einfach auch eine Sprachnachricht und schickt die an lisunddas.gmail.com.

00:48:01: Ihr könnt natürlich auch

00:48:03: schreiben.

00:48:04: ist klar, wir freuen uns auch sehr, eure Stimmen zu hören und kommt gerne zu study in unsere Buch-Community, denn mit dieser Buch-Community gehen wir denn jetzt auch in die

00:48:12: Nachlese, also in die verlängerte Version dieses Podcasts.

00:48:17: Und da erzähle ich dir nämlich was von Ildiko von Kürthi.

00:48:21: Ich habe hier hinter ihr, hinter mir ihr neues Buch stehen, das jetzt im Februar rauskommt, das heißt Alt genug.

00:48:29: Ja.

00:48:30: Und da kann ich dir bisschen was dazu erzählen.

00:48:32: Eine ganz tolle Frau.

00:48:33: Ich finde die so klasse.

00:48:34: Ich mag die sehr.

00:48:35: Erzähl mir bitte nicht zu viel, denn in zwei Wochen werde ich mit ihr schnacken.

00:48:40: Mit ihr werde ich den Talk machen.

00:48:42: Und zwar, sage dir, weil das Gespräch mit ihr, das wir hatten, das war so unglaublich schön und sie wirkte wie so eine tolle Gesprächspartnerin und wir hatten echt Spaß mit

00:48:53: der.

00:48:54: Ist eine richtig coole Frau.

00:48:56: Und da habe ich schon damals gesagt, okay, sobald das nächste kommt, werde ich mit ihr was Größeres auch machen wollen für meinen Talk.

00:49:03: Und deswegen, ich treffe sie dann.

00:49:05: Sehr schön.

00:49:06: Ja, ich hab's hier und ich hab's auch schon gelesen und es ist wirklich sehr, schön.

00:49:10: Wir dürfen...

00:49:12: Ja, ja, ja, ja.

00:49:12: Es ist sehr, sehr persönlich.

00:49:14: Also die anderen waren nicht so persönlich wie das jetzt hier.

00:49:17: Und für mich war das eben eine Premiere, aber das erzähl ich dann gleich noch ein bisschen länger.

00:49:24: Ja.

00:49:24: wir gleich in der Nachlese klären.

00:49:25: Hey Teaser!

00:49:27: Was glaubst du, wie viele Exemplare gab es von der Erstauflage Harry Potter und der Stein der Weisen?

00:49:34: Wie viele Exemplare umfasste die Erstauflage?

00:49:39: Okay, soll ich jetzt schon sagen, was ich denke oder machen wir das in der Nachlese?

00:49:45: 1700.

00:49:48: Ja, weil wenn du so fragst und man bei Harry Potter immer an Millionen denkt, dann muss das eigentlich das Gegenteil sein, dachte ich.

00:49:54: Ich finde auch, dass du sehr, sehr gut liegst.

00:49:57: Ja, aber es geht noch weiter runter.

00:49:59: Mehr dazu in der Nachlese.

00:50:00: dazu in der Nachlese und wir hören uns dann alle wieder in zwei Wochen.

00:50:03: Und wenn ihr Lust habt, nächste Woche hört mal in den Buchclub rein.

00:50:06: Da ging es eben Jasmin Schreiber.

00:50:09: Und ich weiß nicht, warum ich bei der immer Jasmin sage.

00:50:12: Meine beste Freundin heißt ja auch Jasmin.

00:50:15: Aber Jasmin.

00:50:18: Ach, sagt man das da?

00:50:20: Ach so.

00:50:21: Und dann ist die Betonung auf der ersten Silbe, wenn noch das E drin ist.

00:50:27: Jasemin.

00:50:29: Jasemin.

00:50:31: Oder?

00:50:33: Bis dann ihr Lieben.

00:50:34: Tschüss.

00:50:34: So.

00:50:36: Ja.

00:50:37: dass wir in fünf Minuten unseren Gast schon haben.

00:50:40: Macht nichts.

00:50:41: Wir machen schon mal.

00:50:43: Okay.

00:50:44: Und zwar, IldiQ von Kürtli wollte ich dir erzählen.

00:50:46: Nein, erstmal machen wir die, die Harry Potter, weil das will ich jetzt wissen.

00:50:50: okay, und ich konnte mir das überhaupt nicht vorstellen.

00:50:52: Es gab nur 500 Exemplare im englischen Original.

00:50:55: Aber 500!

00:50:57: Aber was ist denn das?

00:50:58: Harry Potter und der Stein der Weisen, die Erstauflage.

00:51:00: Deswegen ist die natürlich auch total viel wert und ein krass begehrtes Sammlerstück.

00:51:04: Ich las nämlich einen Artikel neulich über Sammlerstücke oder das, was bei Oma manchmal im Regal steht, unter Umständen total wertvoll sein kann.

00:51:12: Und da wurde eben auch Harry Potter erwähnt mit einer möglichen Erstauflage von diesem Buch.

00:51:17: Und ich finde das total krass.

00:51:19: Interessant.

00:51:20: Aber schon bei einem richtigen Verlag.

00:51:22: Das war nicht Self-Publishing.

00:51:24: das stand also, ich mein, ja klar, die Erstauflage von Harry Potter im englischen Original umfasste gerade einmal 500 Exemplare.

00:51:32: weißt du vielleicht dadurch, dass Englisch so eine weit verbreitete Sprache ist, vielleicht gibt's da einfach, weil es noch mehr Bücher gibt und noch mehr Konkurrenz,

00:51:39: vielleicht sind deswegen die Erstauflagen noch geringer.

00:51:41: Weil ich glaube in Deutschland, aber das können wir dann auch unseren Gast fragen, in Deutschland ist es ja irgendwie immer über 1000 oder nicht.

00:51:50: Ja, keiner druckt auf 500 Exemplare.

00:51:54: Und da wurde eine Erstauflage für 50.000 Euro versteigert.

00:51:59: Was du dir dafür alles für Bücher kaufen könntest, für 50.000 Euro, weil es einen so einen Harry Potter hergeben und dann könntest du unendlich viele kaufen.

00:52:08: Okay, erzähl von Ildiko.

00:52:10: ich habe einen neuen Auftraggeber und das ist die Galore, das Interviewmagazin.

00:52:17: Ja, ja.

00:52:19: Ist es?

00:52:20: Kanntest du das?

00:52:21: Ah ja,

00:52:21: kannte gelorste, großformatige Zeitschrift früher.

00:52:25: Gibt es die noch als Zeitschrift?

00:52:27: Gut, ja.

00:52:28: so ungefähr mittlerweile.

00:52:30: Also die gab's auch mal in diesem kleinen Taschenformat, aber jetzt gibt's sie wieder in DIN A4.

00:52:34: Und ich durfte jetzt meine erste Geschichte schreiben, sozusagen mein erstes Interview machen, und zwar für den Literaturteil, und zwar eben mit Ildiko von Kürthi.

00:52:43: Und dann, als ich das gehört hab oder als ich dann gefragt wurde, ob ich das machen würde, hab ich mir gedacht, oh, zum Glück Ildiko, da hab ich keine Angst, die kenn ich.

00:52:51: Und da hab ich nachgeguckt, unser Gespräch ist wirklich schon zwei Jahre her, gell?

00:52:55: Das ist ...

00:52:55: Nein, ehrlich.

00:52:58: Ich weiß auch noch, wie es jetzt in der Wand hinten aussah.

00:53:00: Das sah aus nach so helles Holz, nach so gemütlicher Seemannswohnung in Hamburg.

00:53:06: Habe ich noch in Erinnerung.

00:53:07: genau.

00:53:07: Und zwar hatte sie uns damals erzählt, dass sie ja dieses Zimmerchen sich in ihrem Männerhaushalt, sie hat zwei Söhne und einen Mann, und dann hatte sie sich ja dieses

00:53:14: Zimmer so ein bisschen erkämpft.

00:53:17: Und da durfte sie alles so einrichten, wie sie es wollte, mit Blümchen und Grün und Pastellfarben und so.

00:53:23: Und diesmal hatte sie sich zugeschaltet per Handy, weil bei ihr in der Straße gerade Stromausfall war.

00:53:29: Deswegen hat man nicht so viel vom Hintergrund gesehen, weil es dann Hochformat war.

00:53:33: Aber was ich sah, dann auch wieder so minzgrün und dann so eine rosa Kerze.

00:53:38: so hab ich gesagt, ach, bist du wieder in deinem Frauenzimmer?

00:53:40: Und dann sagte sie, nein, das musste sie schon wieder hergeben an ihre Söhne.

00:53:45: Das hat sie nicht mehr, aber sie hat sich jetzt irgendeine andere Nische da auch erarbeitet oder erkämpft.

00:53:50: Aber super süß, und die ist wahnsinnig ehrlich.

00:53:52: Es geht ums Älterwerden.

00:53:54: Alt genug heißt das Buch, das kommt jetzt eben im Februar raus.

00:53:57: Und sie selber ist jetzt, glaub ich,

00:53:59: 57, 58, so was den Dreh rum.

00:54:02: Und wir haben dann ganz offen über das Älterwerden als Frau gesprochen und über die Konventionen, denen wir da unterliegen.

00:54:11: das war auf jeden Fall, finde ich, ein Gespräch auf Augenhöhe.

00:54:14: Das kann sie sehr, gut.

00:54:16: Und das war gar nicht so sehr, ich bin die Interviewerin und sie die Interviewte, danach bin ich dann runtergegangen und mein Mann hat nur gesagt, sag mal, hast du dir auch mal

00:54:24: was sagen lassen?

00:54:25: Ich dachte, du hast die ganze Zeit geredet.

00:54:28: Es war halt so das Typische, es war einfach ein Gespräch.

00:54:30: Es war sehr, schön.

00:54:32: Und für mich war danach die neue Erfahrung oder die alte neue Erfahrung.

00:54:37: Ich komme ja aus dem Print-Journalismus und war jetzt aber sehr lange im Audiojournalismus und im Podcasting eben auch unterwegs.

00:54:43: Das heißt, ich bin es gar nicht mehr gewöhnt, einen Text dann auch zu verschriftlichen.

00:54:47: Der muss ja danach lesbar sein.

00:54:49: Und das Tolle ist aber, dass es ja mittlerweile Tools gibt, mit denen du das dann transkribierst und dann nur noch ...

00:54:54: kürzen muss, sozusagen.

00:54:56: Aber das war auch gar nicht so leicht, weil es ja umgangssprachlich ist, wie man so redet.

00:55:00: Und dann habe ich mir Mühe gegeben und es werden immerhin sieben Seiten sein im Heft und das freut mich sehr.

00:55:06: Und deswegen werde ich dann im Februar ganz aufgeregt in die Bahnhofsbuchhandlung laufen und mir dieses Heft holen, wie so eine kleine, kleine Anfängerin im Job, wie ich es früher

00:55:16: gemacht habe, wo ich dann noch die kleinen Artikel aus der Lokalzeitung ausgeschnitten habe und wenn es nur zehn Zeilen war.

00:55:23: Aber es ist doch super.

00:55:24: Und ich finde Galore ist ein Interviewmagazin.

00:55:28: Da denkt man, da sind wirklich nur die besten Interviewer mit den interessantesten Gästen.

00:55:34: finde, Image hat Galore, auch wenn ich es vielleicht noch nie gelesen habe.

00:55:38: Aber ich meine, es ist ein Magazin nur für Interviews.

00:55:42: nicht nur.

00:55:43: Okay.

00:55:43: Ah, okay.

00:55:45: Alles klar.

00:55:46: seit ich für die arbeite, weil die haben einen Literaturteil eben, die haben auch eine Musik und einen Kinoteil.

00:55:52: Und seitdem kriege ich wieder so ein bisschen mit, seit ich das wieder lese, und ich mache ja auch online was für die, welche Filme gerade im Kino sind, welche Musik man gerade so

00:56:02: hört und so, weißte man wieder ein bisschen, bei Literatur bin ich gut up to date, da kenne ich mich aus, aber ...

00:56:08: In Sachen Film und Musik bin ich leider ein bisschen eingerostet und freue mich da jetzt mittlerweile drüber, dass ich dann halt einfach neue Musik anklicke und mal einen tippe,

00:56:18: von der ich noch nie was gehört hatte, weil ich in der Galore was davon gelesen habe.

00:56:21: Die haben wie gesagt auch einen Kulturteil, aber der große Teil sind natürlich die Interviews in der letzten Ausgabe.

00:56:28: In der vorletzten Ausgabe war T.C.

00:56:29: Boyle ganz groß auf dem Cover.

00:56:31: Und deine Freundin Anke Engelke.

00:56:33: War auch lustig, da gab's so ein Doppelcover.

00:56:35: Also da war dann irgendwie, du konntest dann das Heft entweder mit T.C.

00:56:39: Boyle kaufen oder mit Anke.

00:56:42: Und genau, müsste ich mal fragen, wer sich besser verkauft hat.

00:56:45: Das würde mich jetzt glatt interessieren.

00:56:47: Na ja.

00:56:50: Doch, es hatte nur ein anderes Coverbild.

00:56:53: Ja.

00:56:55: Nee, nee, das nicht.

00:56:57: Nee, Es waren zwei verschiedene Ausgaben.

00:56:59: Mhm.

00:57:00: Mhm.

00:57:01: interessant, sehr cool.

00:57:02: also insofern, ja, das wollte ich dir erzählen und dann bin ich ja sehr gespannt, was du dann in zwei Wochen von ihr erzählst.

00:57:08: Das ist ja lustig, dass du sie auch kriegst.

00:57:10: Siehst du sie persönlich?

00:57:12: Ach, schön.

00:57:13: im Studio.

00:57:14: mache ja jedes Gespräch persönlich.

00:57:16: Es gibt nichts Digitales.

00:57:18: 100 Prozent persönlich.

00:57:21: Und nein, wir werden in Hamburg beim NDR gemütlich im Studio sitzen und werden garantiert ein schönes Gespräch haben, weil das war letztes Mal schon so toll mit dir zu sprechen.

00:57:32: Ja, ist wirklich authentisch im besten Sinne.

00:57:35: Also authentisch ist ja mittlerweile fast schon ein Schimpfwort geworden.

00:57:39: Aber sie kriegt das wirklich hin.

00:57:42: Ich hatte dann auch den Eindruck, hat manchmal so Andeutungen gemacht, dass sie sagte, langsam kriege ich bisschen Angst vor meiner eigenen Courage, dass das vielleicht doch

00:57:49: alles zu privat ist, was ich da so erzähle.

00:57:52: Aber sie hat ja einen hansiatischen Mann, Michaelsen, über den ich jetzt auch, von dem ich ein Interview gelesen habe, ein Interview mit ihm übers Interviewen.

00:58:01: Also da dreht sich dann.

00:58:04: Ganz tolle Interviews macht der.

00:58:06: Also das ist wirklich hohe Kunst, was der da macht.

00:58:09: Und der ist eben, sagt sie, ein sehr zurückhaltender Hanseat und will gar nicht, dass irgendwas so über die Familie geschrieben wird.

00:58:17: Und das macht sie auch nicht natürlich.

00:58:19: Sie hatte neulich was Schönes bei Facebook gepostet darüber.

00:58:23: Sie würde am liebsten alles ausplabbern und er so gar nichts.

00:58:25: Und dann hat sie was ganz Interessantes über die Ehe erzählt.

00:58:28: Nämlich eine Ehe besteht nicht aus einem gemeinsamen Leben, sondern eine Ehe besteht aus zwei einzelnen Leben.

00:58:34: Nur grob zusammengefasst, ich kriege das genaue Zitat nicht hin.

00:58:37: Und das fand ich richtig interessant.

00:58:39: Und es war ganz toll und es war unglaublich offen formuliert.

00:58:41: Ja, das muss man können.

00:58:44: Letzten Endes, ich habe gelesen, sie Millionen Bücher verkauft in Deutschland.

00:58:49: Die sind in fast 30 Sprachen übersetzt worden.

00:58:53: Das erste war damals Mondscheintarif.

00:58:56: Aber so selbstbewusst sie wirkt, wenn man mit ihr spricht, merkt man auch, oder wenn man das Buch liest, das gibt sie alles auch zu.

00:59:03: Die ist eine Frau, die z.B.

00:59:05: auch zutiefst

00:59:07: Angst gestört ist.

00:59:08: Die hat wirklich eine krasse Angststörung, hat Klaustrophobie, traut sich deswegen eigentlich nicht zu fliegen, traut sich auch nicht durch Tunnel zu fahren.

00:59:17: das ist eigentlich ein sehr eingeschränktes Leben durch diese Ängste.

00:59:22: Und sie sagt dann trotzdem, guck mal, was ich damit dann geschafft habe.

00:59:25: Also als Schriftstellerin musst du in der Regel gar nicht so sehr raus in die weite Welt, sondern bist ja im Reich der Fantasie unterwegs größtenteils.

00:59:32: Wobei sie ja schon

00:59:34: Also jetzt in dem Buch, da erlebt sie dann extra Sachen und so weiter, also hat dann Germany's Next Topmodel mitgemacht und so.

00:59:42: Wer hat bei Germany's Next Topmodel mitgemacht?

00:59:45: Jetzt im Ernst?

00:59:47: Seriously?

00:59:49: Wie lustig ist das denn?

00:59:52: Die hat er!

00:59:52: sogenannte Best-Agerin, ähm, hat sie dann ...

00:59:56: Die wollen ja auch immer, dass es bisschen diverse wird, deswegen wurden auch ältere Leute dazu aufgefordert, mitzumachen.

01:00:01: Da hat sie sich beworben, hat sie gesagt, ich mach das.

01:00:05: Also sie ist zumindest Sie darf nicht viel drüber sagen, aber sie ist zumindest über den Laufsteg zu Heidi gelaufen.

01:00:12: Mhm.

01:00:13: eine einzige Staffel gesehen.

01:00:15: Mehr oder weniger große Teile davon.

01:00:17: Das war diese.

01:00:18: Mit den auch etwas älteren Frauen.

01:00:20: Da war Eliko dann aber, meine ich nicht, dabei.

01:00:24: Den Namen hätte ich glaube ich wiedererkannt, denke ich.

01:00:25: Also ich glaube nicht, dass sie im Fern...

01:00:29: Ach so.

01:00:31: Ach so.

01:00:32: Oder zumindest, ob sie schon gar ...

01:00:33: Ich kenn mich nicht aus mit Jeremy's Next Topmodel.

01:00:36: Entweder war es grade die letzte Staffel oder die, die gerade kommt.

01:00:40: Ich weiß nicht, wann die immer läuft.

01:00:43: Aber ich hatte sie beim Kölner Treff gesehen.

01:00:46: Da hat sie drüber erzählt, im Juli.

01:00:49: Und da durfte sie noch nichts über den Ausgang sagen.

01:00:52: Ja.

01:00:53: es natürlich eine aktuellere Staffel.

01:00:55: Meine ist drei Jahre her ungefähr.

01:00:57: Als sie zum ersten Mal so etwas reifere Semester dabei gehabt haben und so, oh die ist ja krass.

01:01:03: Da macht die bei Germany's Next Level, aber ja geht's noch?

01:01:09: Ja, genau.

01:01:09: Also insofern grüß Sie ganz lieb von mir und ich bin gespannt, wie euer Treffen sein wird.

01:01:14: Es wird bestimmt schön.

01:01:15: Genau.

01:01:16: auch ganz schön über ihren Mann geschrieben.

01:01:17: Ich sehe gerade das Facebook-Post, weil man das eine Hörerin geschickt hatte von unserem Lieblingspodcast.

01:01:23: Und ich zitiere mal diesen Satz.

01:01:24: Früher dachte ich, eine gute Ehe bestünde darin, dass man zu zweit ein Leben lebt, dass man sein Leben miteinander teilt.

01:01:32: Jetzt will ich mein eigenes Leben.

01:01:35: Ich will es nicht teilen.

01:01:36: Eine gute Ehe besteht aus zwei Leben.

01:01:39: Interessant, ne?

01:01:41: Und die ist da...

01:01:42: Die ist also unglaublich ehrlich.

01:01:44: Ich finde das ganz toll.

01:01:47: Ja, alles klar.

01:01:50: aus Gründen, weil nämlich unser Gast, den du dann brav vorne reinschneiden wirst, hat sich gerade in unseren Warteraum gesetzt, unseren digitalen.

01:02:00: Genau, also in diesem Sinne bis später, bis bald.

01:02:06: Tschüss!

01:02:13: Florian?

01:02:15: Ah, da ist er!

01:02:17: Grüß dich, guten Morgen!

01:02:20: Hört und seht ihr mich?

01:02:21: Guten Morgen!

01:02:23: ja, das geht sehr gut.

01:02:26: Wunderbar.

01:02:27: Ich muss jetzt hier mal kurz gucken.

01:02:29: Ja, ebenso.

01:02:29: Und danke, dass du da gleich Ja gesagt hast, als ich dich angesprochen habe.

01:02:34: Ich muss hier mal kurz ein bisschen blättern.

01:02:37: genau.

01:02:38: wir haben gerade schon unsere Folge, die morgen dann schon rauskommt.

01:02:42: Wir sind ein bisschen spät dran diesmal.

01:02:45: Haben wir gerade schon aufgenommen.

01:02:49: Genau, also insofern.

01:02:50: Macht ihr mal ein paar auf Vorrat oder wie macht ihr das?

01:02:52: Nee, wir machen Chaos pur eigentlich.

01:02:54: So kann man's sagen, oder, Christian?

01:02:56: genau richtig, beste Strategie.

01:02:58: so drei, vier Tage vorher, dass man noch in Ruhe Zeit hat, das zusammenzubauen oder zu schneiden.

01:03:03: Deswegen aber hier ging es jetzt einfach aus zeitlichen Gründen nicht anders insofern.

01:03:07: Ja, aber nein, es passt alles trotzdem.

01:03:09: Sehr schön.

01:03:10: Bei dir ist alles okay?

01:03:12: Ich freue mich auch total über die Einladung bei euch zu sein und war jetzt auch noch bisschen im Archiv am stöbern und das ist ja echt erstaunlich was ihr alles schon gemacht

01:03:22: habt.

01:03:22: Das unglaublich, echt toll.

01:03:25: und mir ist dann peinlicherweise aufgefallen, als ich so die Liste der Gäste mal durchgeguckt hab vor ein paar Wochen, dass ich mich an manche nicht mehr erinnern kann.

01:03:34: Also da fällt einem auf, manche bleiben einem total im Gedächtnis, egal ob das große Namen sind oder kleine Namen, und bei manchen, das sind einfach zu viele.

01:03:43: Man redet mit vielen Menschen und dann, mich freut es jetzt gerade.

01:03:51: Wir sind nicht, ja.

01:03:52: Wir sind fleißig, Okay, ähm, Christian, sollen wir gleich loslegen?

01:03:58: Ja.

01:03:58: los.

01:03:59: Na, Chloro!

01:04:01: Unser Gast ist heute Florian Kessler und ich habe mir gedacht, du bist jetzt eigentlich so ein bisschen sowohl unser Stargast als auch unser Buchhändler.

01:04:10: Hab ich mir gedacht, wir haben ja sonst immer zwei Gäste.

01:04:13: In dieser Folge haben wir einen Gast, weil ich dachte, du vereinst das alles eigentlich so in einer Person, weil du bist ein Star.

01:04:18: Du bist zum Beispiel ein Podcast-Star bei Hansa Rauschen.

01:04:21: Ich kenne deine Stimme in und auswendig.

01:04:22: Ich wusste aber nicht, wie du aussiehst.

01:04:24: Jetzt sehe ich dich auch endlich mal in der Video-Schalte.

01:04:28: Du wusstest, wieso wusstest du das?

01:04:30: weil er einfach bei Instagram auch so ein ganz interessantes Profilbild hat.

01:04:33: Wie er nämlich in so einem Unterhemd da sitzt und na, was ist das für eine Dose, die du in der Hand hast, Florian?

01:04:38: Ist das eine Bierdose?

01:04:39: Nee, das ist was anderes.

01:04:41: Das sieht eigentlich aus wie Hundefutter.

01:04:44: Oh Gott, Gott, oh Das war jetzt die Frage, der ich nicht gerechnet habe.

01:04:47: Ihr habt mich sofort erwischt.

01:04:50: Ja, ich hab mir auch gedacht, dieses Profilbild hab ich schon sehr lange.

01:04:53: Inzwischen bin ich ja tief drin im Literaturbetrieb und meinem Verlag.

01:04:57: Vielleicht sollte ich mal von meinen letzten jugendlichen Zügen ablegen.

01:05:01: Und dieses...

01:05:02: Wifebieter Unterhemdfoto wegmachen.

01:05:06: Das ist echt eine andere Phase meines Lebens, vor vielen Jahren.

01:05:11: total gut.

01:05:12: Und ich freue mich auch total über die Einladung erstmal und zum zweiten auch, dass ich hier als Buchhändlerfunktion und gleichzeitig irgendwie aus einer anderen Funktion im

01:05:21: Verlag und so da sein darf.

01:05:23: Das finde ich sehr schön.

01:05:24: dazu sagen, du bist bei Hansa, erst warst du Lektor und seit kurzem, seit November oder Dezember, bist du jetzt auch in der neu geschaffenen Programmleitung Literatur gemeinsam

01:05:34: mit Charlotte von Lenthe.

01:05:35: Also insofern hast du jetzt nochmal eine neue Position, eine sehr interessante Position.

01:05:40: Ich hatte dich eigentlich erst mal als Lektor und Podcaster eingeladen, aber jetzt können wir natürlich auch darüber sprechen, was ist denn, was macht denn ein Programmleiter

01:05:46: Literatur?

01:05:49: Also eigentlich macht der im Ideal glaube ich das Gleiche und will auch das Gleiche machen wie das Lektorat als solches, weil es uns ja allen darum geht, einfach Bücher schön zu

01:05:59: machen.

01:05:59: Aber was man immer braucht, ist gleichzeitig ganz stark eben Planung.

01:06:04: Es geht ja total darum, wie so Programme zusammen funktionieren, dass es wirklich auch was sehr buchhändlerisches ist, dass man nicht dreimal die gleiche Schlagseite, drei Debüß

01:06:11: nebeneinander, würden sich so auf den Füßen stehen, dass es sehr schmerzhaft wäre.

01:06:16: Und über so Dinge kann man echt viel nachdenken.

01:06:19: in eurem Prospekt dann.

01:06:20: Drei Neuauflagen hintereinander.

01:06:22: Im Buchhandel ist es ja tatsächlich auch so, dass wir anders als noch vor einiger Zeit eine unglaublich tolle, lebendige, junge Literatur in deutschsprachigen Ländern haben.

01:06:31: Und das ist natürlich auch gleichzeitig ein großes Risiko und eine Gefahr für die Leute, die neu aufschlagen wollen, weil es gibt nur wenige Plätze, gibt ja wenige Preise, es gibt

01:06:39: nicht so viele Rezensionen.

01:06:41: Da gibt es ein riesiges Gedränge und man muss sehr genau überlegen, wen man da überhaupt neu rausbringt.

01:06:46: Und das ist nur ein Beispiel mit den Debuts.

01:06:48: Das ist an unzähligen verschiedenen Stellen, dass man ständig über Konkurrenzsituationen so weiter nachdenken muss.

01:06:56: das macht Spaß und gleichzeitig tatsächlich, dass man irgendwie viel strategischer denkt, als man das einfach nur als liebevoller Lesender tut.

01:07:02: Und ich, ich, was, was ich auch an dem Beruf des Lektors so irre finde, ist, wir merken es ja, wenn wir über Bücher sprechen, Christian und ich haben teilweise sehr unterschiedliche

01:07:13: Ansichten, ob ein Buch jetzt gut war oder nicht.

01:07:15: Im Buchclub, den ich letztens hatte, war es noch krasser.

01:07:17: Also da war alles von Schulnoten eins bis vier dann dabei, wo wir alle gesagt haben, es kann doch gar nicht sein.

01:07:22: Also Bücher zu lesen ist sehr vielfältig.

01:07:25: Jeder sieht was anderes darin, jeder Geschmack ist anders.

01:07:28: Wie kann man trotzdem als Lektor oder eben jetzt auch als Programmleiter gute Entscheidungen für den ganzen Verlag treffen?

01:07:37: Ja.

01:07:37: Das stimmt, das ist tatsächlich super schwierig und ich frage mich das eigentlich auch die ganze Zeit.

01:07:43: Ich habe da überhaupt keine Formel oder wirklich auch nur eine Idee.

01:07:47: Ist das eine ununterbrochene Arbeit daran?

01:07:50: Wie es aber bei uns allen so ist, bei euch wird das ja auch so sein, dass ihr ständig darüber nachdenkt, warum ihr überhaupt etwas gut und wichtig und relevant für die

01:07:57: Gegenwart findet.

01:07:59: Und hunderttausend Kriterien kommen die ganze Zeit zusammen und eigentlich könnt ihr es doch auch nicht begründen, warum ihr plötzlich die Note 1 vergebt, oder?

01:08:07: Ja, stimmt.

01:08:08: Ist viel Bauchgefühl dabei einfach.

01:08:11: Ja klar, weil es einem halt gefällt.

01:08:13: Aber wir können nur für uns selber dann reden.

01:08:16: Nein, unser Ding ist halt, dass wir einfach wirklich, wir versuchen einfach nur zu sagen, warum uns etwas gefällt anhand von Beispielen.

01:08:22: Und das glaube ich die faireste und authentischste Art, wie man Menschen ein Buch nahebringen kann.

01:08:26: Denn wir wissen, wir alle haben Bücher empfohlen und jemand anderes sagte, Gott, was fands du in diesem Buch?

01:08:30: Das ist ja total langweilig.

01:08:32: Aber was wir machen können, ist einfach gut begründen, mit Beispielen und dann kann sich jeder ein Bild machen und neugierig werden.

01:08:39: Oder sagen, das sehe ich ja ganz anders, das ist nichts für mich.

01:08:42: Aber wir haben es noch einfach noch.

01:08:43: Du hast es schwerer.

01:08:46: Nee ich find's genau, das ist wirklich eine parallele Situation.

01:08:49: Ich find das auch eine sehr schöne...

01:08:51: herangehensweise.

01:08:52: Und eigentlich machen wir das genau auch, dass wir, wir haben zweimal die Woche eine große Sitzung, in der das Lektorat eigentlich vor allem quatscht.

01:08:59: Also in der wir zusammensitzen und alle bringen Manuskripte mit, auch viele andere Sachen.

01:09:03: Es gibt hunderttausend Entscheidungen vom Cover bis Verschlagwortung, keine Ahnung, auch fürchterliches Zeug.

01:09:09: Aber vor allem kommen die Leute mit Manuskripten und dann wird eigentlich nur geredet und es geht vor allem darüber, den zündenden Funken zu finden.

01:09:17: Dass man plötzlich sagt, deswegen bin ich da gerade verliebt oder ich sehe da etwas und ich

01:09:21: das wird viele Menschen angehen.

01:09:23: Und meine Erfahrung ist tatsächlich, dass dieses

01:09:28: verliebt sein, dass jemand da sein muss im Verlag, der sagt, das ist ganz ganz wichtig, dass wir das machen.

01:09:34: Das ist Allerwichtigste.

01:09:35: Wenn man anfängt strategisch zu denken, dass man sagt, das Buch sollte einfach reingeschoben werden, da quitten wir, das ist Futter für irgendein Publikum, für

01:09:43: irgendeine Zielgruppe, dann ist man eigentlich schon verloren.

01:09:45: Dann fängt das lieblos an und dann wird es immer so weitergehen.

01:09:48: Dann ist man auf einer abschüssigen Straße.

01:09:51: Guck mal, ich dachte, da wird's professionell.

01:09:54: Hahaha!

01:09:56: Ja, vielleicht auch.

01:09:57: Es stimmt schon.

01:09:59: Aber ich kann davon gar nicht so sehr die Schatun aufmachen und das erzählen, weil es so intim ist und auch immer wieder mit Schmerz verbunden ist.

01:10:08: Weil scheiterte Bücher sind ja auch unendlich traurig für die Verlage, die Buchhänderin, für die Leute draußen, die Kritikerinnen, die Influencerinnen, Leserinnen.

01:10:19: Für so viele Seiten ist es irgendwie auch schlimm, sich mit etwas zu beschäftigen, bei dem irgendwas nicht klappt und nicht überspringt und so weiter.

01:10:25: gar nicht so genau erzählen.

01:10:27: Aber in meiner Analyse ist es ganz ganz häufig, dass diese traurigen Geschichten damit anfangen, dass man schon am Anfang das eigentlich mit spitzen Fingern anfasst und sagt ach

01:10:36: das machen wir jetzt einfach da kriegen wir 20.000 Leute zu, das zu kaufen.

01:10:41: Das sollte man nicht tun.

01:10:43: Aber dann gibt's ja auch immer wieder diese Bücher, wo sich irgendwie mehrere Verlage oder in dem Fall die Lektorate erst mal einig sind, das wird was.

01:10:50: Und dann fängt so eine Bita-Aktion, Auktion an.

01:10:53: Also dann versucht man, diesen Autor oder dieses Manuskript eben für den eigenen Verlag zu gewinnen.

01:10:59: Das heißt, es gibt schon so ein paar, es werden nicht viele sein, nehme ich mal an, wo man weiß, das wird was, oder?

01:11:07: Genau, wir sind jetzt gerade genau in der Saison davor.

01:11:11: Im Januar geht das so allmählich los und dann bis zur Buchmesse erhitzt sich das, dass die Agenturen jetzt wieder rumkommen, so mit dem nächsten Schwung quasi und da abpassen gute

01:11:21: Momente.

01:11:23: Und da gibt es dann teilweise richtige echte Erregungszustände, dass man plötzlich das Gefühl hat, ey, dieses Manuskript, es verändert die komplette Welt und wir müssen es

01:11:32: haben.

01:11:33: Also ich habe schon Tränen erlebt im Verlag, wenn man plötzlich dann die traurige, oft sehr karge Nachricht von der Agentur bekommt, sorry, jemand anders hat den Zuschlag

01:11:43: bekommen, die hatten...

01:11:44: tollere Liebesbriefe, tollere Ideen für das Buch, oft auch einfach mehr Geld, weil es ja auch Vorschüsse geht, also eine sehr kalte Währung.

01:11:55: oft ist das so, dass man irgendwie auch daran, dass sich überhaupt so der Markt erhitzt, dass man mitkriegt, andere Verlage wollen das auch gerade, das steuern manche Agenturen

01:12:03: auch sehr geschickt, dass man dadurch natürlich irgendwie verliebter wird, ein Gegenstand wird dann plötzlich wichtiger.

01:12:10: Und gleichzeitig gibt es Sachen, total in die Zeit reinpassen.

01:12:13: Man mit einem Manuskript und man wäre nie auf die Idee gekommen, es gerade diese Geschichte für diesen Moment sein muss.

01:12:18: Aber es fällt einem wie Schuppen von den Augen.

01:12:21: Man fängt das Exposé an zu lesen und nach zwei Sätzen denkt man, ja klar, das ist das Buch, das 2027 erscheinen muss.

01:12:28: Und es ist ganz, ganz wichtig.

01:12:30: Und da ist schon erstaunlich, wie oft Autoren und gleichzeitig aber natürlich auch Agenturen und dann danach auch Verlage oft irgendwie so einen crucial moment treffen.

01:12:40: So den Moment und den zu spüren ist eigentlich die große Kunst für einen guten Verlag, glaube ich.

01:12:47: Du hast jetzt schon ein paar Mal die Agenturen angesprochen.

01:12:49: Früher haben die Autoren ihre Manuskripte direkt an den Verlag geschickt und gehofft, dass der Lektor dann Juhu schreit und anruft.

01:12:57: Mittlerweile geht alles nur noch über Literaturagenturen, die dann an euch ran treten.

01:13:03: Genau, wir haben gerade einen ganz, ganz tollen entgegengesetzten Fall.

01:13:07: Es gibt einen großartigen Roman, der erscheint erst im Herbst.

01:13:10: Merkt euch schon mal die Autorin Miriam Kabe.

01:13:14: Das ist ein Roman, heißt Unerwünschte Töchter und das wird, glaube ich, sehr viel gelesen werden, sehr, sehr viel darüber gesprochen werden.

01:13:19: Und es ist unglaublich.

01:13:20: Also ich fand's eigentlich wie Farantinua völlig anders.

01:13:24: Es ist ein großartiger Roman.

01:13:25: Und es war so, dass mein Kollege Martin, Martin Kortic, das tatsächlich total aus dem Stapel von absurden Einsendungen, also das kam noch nicht mal

01:13:33: an info-at-hansa.de, sondern eine noch verrücktere E-Mail-Adresse flatterte dieses Manuskript und er sagte plötzlich so, ich hab das nur zufällig mal aufgemacht und ihr

01:13:42: müsst das mal lesen.

01:13:44: Aber das ist, ich hab in meinen zehn Jahren bei Hansa das damit zum ersten Mal erlebt, dass tatsächlich ein Manuskript völlig ohne Kontakte zu uns flattert.

01:13:53: Und ja, gerne.

01:13:57: Du erwähnst gerade Martin Kordic.

01:13:58: Reden wir von dem Autoren Martin Kordic auch.

01:14:01: Der hat eines meiner Lieblingsbücher, Jahre mit Martha, geschrieben während der letzten Jahre.

01:14:06: Jahre mit Martha.

01:14:08: Wirklich eines der tollsten Bücher.

01:14:10: Und ich frag mich die ganze Zeit, wann bringt der endlich einen neuen Roman raus?

01:14:14: Und jetzt weiß ich, der macht bei euch Lektorat und so ein Zeug.

01:14:16: Der kommt ja gar nicht zum Schreiben.

01:14:18: Lasst den bitte wieder frei.

01:14:19: Gibt dem Zeit.

01:14:24: ist sehr schön, du das sagst.

01:14:25: Ich finde das auch ein ganz ganz tollen Roman.

01:14:28: Martin ist auf jeden Fall jemand, der macht das Sachen sehr gründlich und gut und ich wette deswegen.

01:14:32: Ich weiß nicht ganz genau, vielleicht schreibt er heimlich die ganze Zeit, aber der lässt sich immer gerne ein paar Jahre Zeit und macht dann was ganz Tolles.

01:14:39: Und jetzt gerade hat er aber noch eine andere große Ablenkung in seinem Lebens, kann ich glaube ich verraten.

01:14:42: Er hat nämlich auch noch einen kleinen Sohn bekommen und damit ist glaube ich eine Menge los.

01:14:46: Verlag, Kind und Buch.

01:14:51: Aber, aber...

01:14:54: Genau, genau.

01:14:56: Nee, das...

01:14:57: Das ist irgendwie, gibt's auch mal, aber das ist so bisschen gegen die Konvention, würde ich sagen.

01:15:02: Das ist dann so ein Gemausche.

01:15:04: Man will eigentlich zeigen, dass man es geschafft hat, es woanders zu bringen.

01:15:06: Ich arbeite ja lustigerweise in einem Verlag.

01:15:08: Bei uns sind einige, weil unser Verleger, Jo Lendle, ja auch Romane schreibt.

01:15:13: Also bei mir habe ich immer das Gefühl, ich bin so ausgefüllt davon, ich falle danach einfach ins Bett.

01:15:18: Ich kann immer gar nicht verstehen, wie Menschen so was hinkriegen können, aber Martin und Jo machen das gerne und toll.

01:15:25: Aber davor...

01:15:27: hatte ich ja darüber, dass Martin dann eben trotz Kind noch was entdeckt hat.

01:15:32: Das ist aber auf jeden Fall der seltenere Fall.

01:15:35: Agenturen sind einfach total wichtig und total da, das ist ganz klar.

01:15:39: Und die machen auch eine Arbeit.

01:15:41: Ich habe schon gesagt, Verschlagwortung und so.

01:15:43: Inzwischen machen die Lektorate eben, die werden auch so bisschen so zu...

01:15:46: Produktmanagern, so traurig das klingt, die machen so viel im Verlag, macht man wenn man im Lektorat ist, dass es so ein so ein Outsourcing ist, dass Agenturen eine Arbeit machen,

01:15:55: die wir gar nicht richtig leisten könnten, dass die viele Kontakte knüpfen und Sachen sehen und so weiter.

01:16:01: Und deswegen ist es schon meistens eine ganz gute Arbeitsteilung.

01:16:04: Mhm.

01:16:05: Was mich begeistert daran oder sehr freut auch ist, jetzt im Gespräch mit dir merkt man das sehr deutlich, aber auch, wenn man Interviews eben mit Jolendle hört und so weiter.

01:16:14: Es ist natürlich ein Business.

01:16:15: Also es geht darum, Bücher zu verkaufen.

01:16:18: Ihr müsst irgendwie gucken, dass es euch auch noch die nächsten Jahre gibt.

01:16:22: Und es ist ein Business, das nicht einfach ist.

01:16:24: Ihr habt viel Konkurrenz und es gibt auch weniger Leute, lesen teilweise.

01:16:27: Wobei, jetzt kann man drüber streiten.

01:16:29: Es gab jetzt auch neue Wellen, die dann wieder neue Leser gebracht haben.

01:16:32: Aber man merkt trotzdem, dass ihr total für Bücher brennt.

01:16:36: Es ist nicht nur diese Dollar-Zeichen in den Augen, es geht einfach ums Lesen, oder?

01:16:42: Ich finde das auch wirklich...

01:16:44: super schön und langfristig schön, dass man auf so viele Leute trifft in den unterschiedlichsten Stellen, also von der Leserin in der Buchhandlung, über Leute, die

01:16:54: schreiben und veröffentlichen wollen, zu Kritikerinnen, zu Agenturen, bis in die Verlage hinein, dass es halt so viele Leute gibt, die das irgendwie nicht ablegen, die total

01:17:05: brennen und das deswegen machen.

01:17:06: Und man denkt ja auch teilweise natürlich, wenn die Leute es einfach nur fürs kalte Geld machen würden, dann gäbe es ehrlich gesagt wahrscheinlich nach wie vor andere Branchen, in

01:17:14: denen das alles noch

01:17:14: einfacher wäre und so.

01:17:16: Da steckt schon überall viel Leidenschaft drin und das finde ich, das finde ich echt immer total motivierend, weil es gibt natürlich auch die Momente, in denen ich echt denke, boah,

01:17:24: wir müssen einfach...

01:17:26: Es wäre einfach sehr schlecht für so einen Verlag, in dem ja echt viele Leute arbeiten.

01:17:30: Das ist kein ganz kleiner Verlag, das ist ein unabhängiger Verlag in keinem Konzern.

01:17:34: Und der muss einfach überleben.

01:17:35: Und dafür brauchen wir dringend Bestseller und Bücher, die erfolgreich sind und so.

01:17:39: Und wir müssen das hinkriegen, von Saison zu Saison.

01:17:42: Wenn wir das ein paar Saisons hintereinander nicht hinkriegen, ist es nicht so dolle.

01:17:46: deswegen steckt da schon auch viel ökonomischer Druck drin.

01:17:50: Aber nicht nur, sondern es steckt auch Leidenschaft und Enthusiasmus drin.

01:17:54: Das finde ich eine gute Mischung.

01:17:56: Ärgert man sich dann sehr, wenn man ein Buch wie Lazar nicht in den eigenen Verlag geholt hat?

01:18:02: Ja, auf jeden Fall.

01:18:05: Also ich hab auch, ich steh dazu, ich hab zum Beispiel vielleicht sogar stärker als manche Leute mich herum im Lektorat.

01:18:10: bin, glaub ich, enthusiastisch, aber ich bin durchaus auch von Neid getrieben und kann mich echt total ärgern.

01:18:19: verstehe es dann und freue mich ja auch für die Leute.

01:18:21: Aber ich habe dann trotzdem was, dass ich mich dann so sehr damit identifiziere, dass der Verlag es toll gemacht hätte oder dass ich es gerne irgendwie meine Hände daran gehabt

01:18:30: hätte, dass ich dann denke, oh Gott, gibt es doch nicht, wie konnten wir das nicht sehen?

01:18:35: Bei Lazar ist beispielsweise die Geschichte, dass ich, aber Gott sei Dank auch einige meiner Kolleginnen und Kollegen, ziemlich früh gesagt haben, ne, das ist nichts, nein,

01:18:44: nein, nein, es gab da eine ganz große Auktion und das sind wir nicht mal reingegangen.

01:18:51: ich fand das ehrlich gesagt, ich habe die ersten Seiten gelesen, habe gedacht, ach, das ist doch kitschig und so ein bisschen so nachgemacht, so große historische Romane, das

01:19:00: kommt mir vor wie eine Simulation davon.

01:19:02: Und dann habe ich gar nicht weit gelesen.

01:19:05: Ich muss sagen, ich wurde jetzt nicht nur vom Erfolg belehrt, sondern schon auch von bestimmten Reaktionen darauf, Kritiken und überhaupt dann auch mitzubekommen, wie der

01:19:18: Autor dahinter drauf ist, wie der darüber spricht und so weiter, wie neugierig der an seine nächsten Bücher rangehen wird.

01:19:24: Heute würde ich dem auf jeden Fall mehr Chancen geben, aber das ist leicht gesagt.

01:19:29: Passiert, ich hab ganz viele.

01:19:30: ja, aber die meisten, denen ich gesprochen habe, die mögen dieses Buch nicht.

01:19:35: Und ich habe auch gerade letzte Woche mit einer Buchhändlerin in Baden-Baden gesprochen.

01:19:38: Die sagt, ich verstehe es nicht.

01:19:39: Mir gefällt das Buch überhaupt nicht.

01:19:40: Ich finde das völlig ereignisam.

01:19:42: Ich weiß nicht, warum das so ist.

01:19:43: Also von daher, ich glaube, da muss man sich keinen Vorwurf machen, denn ich kenne nur Menschen, die das Buch nicht mögen.

01:19:51: Ja, aber wie passiert das?

01:19:55: Wie passiert das?

01:19:57: für mich war ein sehr schönes Ereignis mit dem Buch.

01:20:00: Es gibt ja auch harte Kritiken, denen ich glaube, dass Punkte gut in denen sind.

01:20:04: Auf jeden Fall kann man immer darüber streiten, aber ein Punkt war für mich...

01:20:08: Ich lektoriere einen sehr intellektuellen, sehr guten Autor, Jonas Lüscher, ein ganz toller Schriftsteller, der auf jeden Fall sehr intellektuell an Literatur rangeht.

01:20:17: Der hatte, weil die beiden Schweizer sind, Lesungen mit Nelio zusammen.

01:20:21: Und der sagte danach, das ist ein Anfang 20-Jähriger, der total neugierig ist und der was will und so weiter.

01:20:28: Und der war richtig nach diesen Lesungen irgendwie bekehrt, dass er gesagt hat, wir sollten auch nicht immer so sehr judgen, dass wir gleich sagen, das ist ...

01:20:36: Sofort trash und muss weg und in die Tonne getreten werden oder so und das fand ich irgendwie ermunternd und denkt dann bei sowas immer vor allem als Lektor immer Chancen

01:20:45: geben und dann aber auch dazu stehen dass man sehr viel absagt also wenn ich meine komplette Liste hier erzählen würde was ich alles schon abgesagt habe daran darf ich immer

01:20:52: gar nicht denken das ist so schrecklich fürchterlich

01:20:55: Was ist denn schlimmer, dass du ein später erfolgreiches Buch abgelehnt hast oder ein Buch, auf das du gesetzt hast im Verlag, dass da nichts geworden ist, wie du vorhin

01:21:04: erzählt hast?

01:21:06: Das zweite auf jeden Fall.

01:21:09: Das gibt es einfach und das gibt es zunehmend.

01:21:12: Das ist ganz klar, weil der Buchmarkt sich einfach verändert.

01:21:15: Es geht so stark eben, da ist Nelly Ubedahmen schon ein gutes Stichwort, einzelne große Titel und diese sogenannte Midlist.

01:21:22: Also so Bücher, die sich früher so ganz toll 10 bis 30, 40.000 mal verkauft haben.

01:21:28: die sinkt, das gibt es nicht mehr so oft.

01:21:32: Und dadurch sind so viele Existenzen gefährdet, dass Leute früher Jahrzehnte lang einfach schreiben konnten und Erfolg hatten, aber keinen ganz großen.

01:21:39: Und es ist so bitter inzwischen, an solchen tollen Leuten zu sagen, das Buch hat sich nur 2000 Mal verkauft.

01:21:47: die Vertreterinnen sagen bereits bevor die ihre Tour losgeht zu den Buchhandlungen, wo sie das Buch denen anbieten, das wird wahrscheinlich ganz schwierig.

01:21:57: Das ist irgendwie scheußlich.

01:21:58: Aber das gehört auch zu meinem Job dazu.

01:22:00: Ich muss auch teilweise sehr traurige Sachen weitersagen.

01:22:03: Wenn du selber liest, bis zu welcher Seite liest du, dann zu sagen, ich leg's weg oder ich lese es weiter?

01:22:10: Ja leider viel zu kurz, das haben wir auch gerade mit dem Heliobisermann gesagt.

01:22:15: Mein Lesen hat sich überhaupt, mir macht mein Beruf wirklich große Freude, mein Lesen hat sich durch meinen Beruf zum schlechten verändert, auf jeden Fall.

01:22:24: Es gibt auch externe Faktoren, dieses ganze blöde Internet da draußen hat mein Gehirn völlig zerrüttet, ich immer das Gefühl, ich konnte mit 20 viel komplexere Werke lesen, als

01:22:35: ich es heute kann.

01:22:36: Aber in meinem Job steckt das auch stark drin, weil man ständig nur Exposés liest und irgendwelche Elevator-Pitches für Bücher hat.

01:22:43: Und ich lese teilweise ein, zwei Seiten und denke, ich habe die Essenz verstanden, so ungefähr.

01:22:48: Ich kann es mir jetzt vorstellen und hochrechnen.

01:22:51: Und das ist natürlich nicht gut.

01:22:52: Ich denke immer, gib Chancen, lass dich ein.

01:22:55: Und es ist ja auch so was Schönes, Text einzusinken.

01:22:58: Aber ich finde, die Autorinnen haben die verdammte Pflicht, ein Buch auch schon in den ersten zwei Seiten interessant zu machen oder zumindest so zu schreiben.

01:23:08: Und sie haben dafür zwei Seiten Zeit, dass man noch mal zehn Seiten lesen möchte.

01:23:14: Und während dieser nächsten zehn Seiten sollte man so gut schreiben, dass man auch Lust hat, dann die nächsten zu lesen, bis man so drin ist im Buch, dass man auch nicht mehr

01:23:23: aufhört.

01:23:23: Aber ich finde, ich finde, das ist auch deren Pflicht.

01:23:30: Also vielleicht ist es das für bestimmte SD-Things und ich glaube, ich würde sogar behaupten, dass das vielleicht sogar passiert.

01:23:38: Also wenn man Romane aus ganz anderen Epochen anguckt, wie die loslegen und so weiter.

01:23:45: Und heute ist es schon, das ist wie wir alle irgendwie Instagramisiert sind, dass alles immer gleich knallen muss und so weiter.

01:23:51: Würde ich behaupten, dass es auch Ästhetik gibt.

01:23:53: Der erste Satz ist viel wichtiger.

01:23:55: Über den ersten Satz denken die Leute mehr nach als in den 70er Jahren.

01:23:58: Das ist ganz klar.

01:23:59: Alles muss funktionieren und aufgehen und glänzen und so weiter.

01:24:03: Deswegen, glaube, Christian, deine Pflicht wird schon ernst genommen.

01:24:05: Ja, also nicht bei allen, die mir hier so runterkommen, aber nein, nein, Ich glaube, manche denken auch, sie haben einfach ganz viel Zeit und können so eine Geschichte langsam

01:24:15: entwickeln.

01:24:17: bei 100 Seite 100, so wie die Bodenbrooks, das fängt ja auch erst mal langsam an.

01:24:20: Das ging heute nicht mehr.

01:24:22: Habe ich auch drei Anläufe für gebraucht.

01:24:24: Aber ich finde, es ist auch schon eine Herausforderung von Anfang an schön zu schreiben.

01:24:28: Also ich meine, das geht ja.

01:24:29: Man kann sich ja schon vom Anfang an.

01:24:32: Aber in der heutigen Zeit, wir haben so viele mehr Bücher, so viele Autoren, kein Mensch weiß ja, was man überhaupt lesen soll.

01:24:37: Und da muss ich das doch mal, das bin ich meinem Verlag schuldig, dass ich schon gleich in der Lage bin, Interesse zu wecken und dieses Interesse dann aufrechtzuhalten.

01:24:46: Ich finde, hast recht damit.

01:24:51: Gleichzeitig kenne ich das auch wieder.

01:24:52: Das ist auch wieder bisschen, was du gefragt hattest.

01:24:55: Nach den traurigen Pflichten.

01:24:57: ist...

01:24:59: Ich kenne schon auch, dass man dann sehr genau guckt, ob die Leute irgendwie selber schon ein Publikum haben, ob sie große soziale Medienaccounts haben, ob man irgendwie denkt, man

01:25:08: kriegt damit so Zucht rein.

01:25:10: Und das ist alles so, viele neue Pflichten werden quasi auf die Autorinseite übertragen.

01:25:16: Und das ist teilweise schon hart.

01:25:17: ist der Deck, ach hier ist so ein zartes, sanftes, stilles Buch von einer stillen Person, die das gar nicht möchte.

01:25:24: Es ist ganz toll, aber ich muss jetzt trotzdem ganz brutal Nein sagen, weil ich...

01:25:28: Quasi vor eine grellere Zeitsprecherung.

01:25:29: Mhm, also das ist durchaus ein Faktor mittlerweile.

01:25:33: Jetzt sind wir sehr gespannt darauf, was du uns mitgebracht hast als Buchtipp.

01:25:38: Ja, vielleicht habe ich jetzt wirklich so eine kleine Eier mit schliegende Wollsau.

01:25:42: Ich habe etwas dabei, nämlich ich habe echt darüber nachgedacht, was Lieblingsbücher sind.

01:25:49: Ich hätte einige mitbringen können.

01:25:51: habe schamlos, weil ich auch einen Verlag vertrete, ein Buch aus den eigenen Reihen und auch noch ein kommendes.

01:25:56: Das erscheint erst in diesem Februar.

01:25:58: Ich weiß nicht genau, wann wir hier...

01:26:00: Hm?

01:26:00: genau ausstrahlen, aber es ist in einigen Wochen da und es von einem Autor, der schon ganz viele Bücher veröffentlicht hat.

01:26:07: heißt Norbert Gstrein und das Buch heißt Im ersten Licht.

01:26:12: Ist ein ganz toller, subtiler, wunderbarer Autor und der schon seit den 80er Jahren schreibt.

01:26:18: Also der ist jetzt ein bisschen über 60 und er hat in letzten Jahren viele Bücher geschrieben, die so auf eine gute Art vertrackt sind, dass mehrere Geschichten erzählt

01:26:25: werden.

01:26:26: Und als er dann dieses im ersten Licht schickte, dachte ich, Gott, er hat sich ein

01:26:30: noch mal als hätte er sich so eine Haut abgezogen.

01:26:33: Neuerfunden.

01:26:34: Und im ersten Licht ist, ich weiß nicht ob ihr den Roman Stoner von John Williams kennt, ein wunderschöner Roman, in dem so ein ganzes großes Leben erzählt wird.

01:26:43: Und das ist hier auch so, das ist die Geschichte eines Mannes, der 1901 geboren wird, also eine Art historischer Roman.

01:26:50: Adrian Reiter heißt der.

01:26:52: Und man liebt diesen Adrian Reiter, wenn man das Buch zu Ende gelesen hat, über alles.

01:26:56: Man ist dann durch weit über 80 Jahre mit ihm gegangen, bis in die 80er Jahre hinein.

01:27:01: Und er ein riesiges Leben.

01:27:03: Also man ist so erfüllt.

01:27:04: Es ist wirklich, als hätte man alles noch einmal erlebt auf dieser Welt.

01:27:07: es ist wunder, wunderschön.

01:27:09: Und dieses Leben ist aber von einer Sache überschattet.

01:27:12: Und das ist Krieg.

01:27:14: Denn wenn man 1901 geboren ist, kann man eindeutig in den ersten Weltkrieg und in den zweiten Weltkrieg hinein.

01:27:20: Reiter ist verwundet, der humpelt aus bestimmten Gründen und wird deswegen niemals zum Krieg eingezogen.

01:27:27: Aber er trifft immer wieder auf andere Männer seiner Generation, die lediert sind, die traumatisiert sind.

01:27:32: Überhaupt lernt man ganz viel darüber, wie das für unsere Großeltern gewesen sein muss.

01:27:38: Als Täter, wie als Opfer, wie als Mitläufer ganz oft.

01:27:41: Alles zugleich denke ich mal.

01:27:43: Also vor allem das Erste und das Dritte.

01:27:47: dass man aus Zeiten herauskam, in denen unglaubliche Brutalität herrschte und was das mit den Menschen machte.

01:27:53: Und man versteht deswegen auch ganz viel über die Zeit nach den Kriegen, diese langen Jahrzehnte, wie das überhaupt gewesen ist, auf so etwas herauszukommen und wie lange man

01:28:02: braucht dafür.

01:28:03: Und bei Adrian ist eben das ganz besondere, damit bin ich jetzt zu Ende gleich, aber das ganz besondere in diesem Roman ist...

01:28:08: In den ersten Teilen spielt das eine große Rolle.

01:28:11: Und am Ende ist es ein liebloser Mann, der ganz einsam durchs Leben geht.

01:28:16: Und im hohen Alter, mit über 60 geht es los und geht dann durch Jahrzehnte, trifft er noch einmal eine Frau, mit der es eine große Liebesgeschichte gibt.

01:28:24: Und das fand ich so wunderschön, dass man diesem ledierten, kaputten Leben in so etwas anderes hineinkommen kann.

01:28:30: Und es ist echt ein Buch für mich, das ist wie so Licht nach der Katastrophe.

01:28:35: Und es ist ein wahnsinnig schöner Roman.

01:28:39: Und deswegen habe ich den euch mitgebracht.

01:28:41: Jetzt ist es natürlich gemein, dass wir den alle noch gar nicht haben können.

01:28:44: Aber gut, wir warten noch ein bisschen.

01:28:46: Ist ja nicht mehr lange hin.

01:28:47: kommt er.

01:28:48: kurz ab.

01:28:48: Genau, gut notiert.

01:28:50: Sehr gut.

01:28:51: ist Erscheinungstermin für dieses Buch, das merken wir.

01:28:55: Und zum Abschluss darf ich jetzt auch sagen, weil natürlich alle sich fragen, okay, was war denn jetzt auf diesem Foto bei Instagram, dass er jetzt lieber heute als morgen

01:29:01: einfach austauschen möchte.

01:29:04: Ja, aber ich habe es tatsächlich groß machen können durch rechte Maustaste Bild.

01:29:08: Und sonst nämlich ging es nicht.

01:29:10: Und es ist ein Vital-Shake.

01:29:13: Also du sitzt über einem Backgammon-Spiel, über einem Backgammon-Spiel noch mit der Jugendbrille und ein Vital-Shake in der Hand.

01:29:20: damit wir das auch noch geklärt haben.

01:29:22: Ist völlig richtig.

01:29:22: weiß auch nicht, was damals passierte.

01:29:24: Ich war mit meiner damaligen Freundin in Polen und aus irgendwelchen Gründen habe ich ein Unterhemd antriege, Energydrinks und spiele Black Gamm.

01:29:31: Okay.

01:29:33: Was man so alles macht.

01:29:35: ist jetzt deine Marke, weißt Da musst du jetzt dahinter stehen und das macht dich interessant.

01:29:40: klasse.

01:29:41: Floria, das war ja schön.

01:29:42: Das war eine schöne Begegnung hier.

01:29:44: Tausend Dank für deine kleinen Einblicke.

01:29:46: Ganz interessant und unterhaltsam gleichzeitig.

01:29:48: So muss Literatur sein.

01:29:50: gute Bücher.

01:29:50: Ich lese die Hansa Bücher sehr, sehr gerne und freue mich.

01:29:53: Ihr macht da einen sehr, guten Job.

01:29:55: Also insofern, danke, danke, danke.

01:30:00: Dir noch einen schönen Tag.

01:30:02: Danke, tschüss.

01:30:04: Ciao!

01:30:05: Tschüss!

01:30:06: So, Florian.

01:30:08: jetzt ist er tatsächlich...

01:30:08: ah, Mist, dass die dann auch immer gleich...

01:30:11: Ja, weil wir ja immer auch Tschüss sagen.

01:30:13: Und Tschüss ist immer so das Zeichen für die, dass die gleich abbrechen.

01:30:16: Aber ich hab ja seine Mail.

01:30:17: Notfalls kann ich ihm ja sagen, dass er noch mal online gehen soll, falls das nicht hochgeladen ist.

01:30:21: Aber ich glaube, ja, mach ich.

Kommentare (1)

Barbara

„Mit dir da möchte ich im Himmel Kaffee trinken“ ist nicht von Margarethe Stowkowski, sondern von der großartigen Sarah Lorenz! 😉

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